19.11.2022

Weitere Niederlage nach Verlängerung

Nach dem Auswärtsspiel in St. Pölten müssen sich die OCS Swans nun auch leider gegen die Oberwart Gunners nach Verlängerung knapp geschlagen geben.

Im ersten Viertel wechselt praktisch mit jedem Angriff die Führung. Green bringt die Swans mit zwei erfolgreichen Aktionen 15:12 in Front, Oberwart schlägt aber mit fünf Punkten in Folge zurück. Bei den Gunners ist vor allem Patekar erfolgreich, zuletzt führen die Swans nach einem Charles-Dreier 18:17. Patekar trifft den nächsten Dreier (macht allein in diesem Viertel 10 Punkte), Lautier-Ogunleye sorgt mit zwei erfolgreichen Freiwürfen für den Ausgleich.

Köppel eröffnet Viertel 2 mit einem Korb zur 22:20 Führung der Swans, aber Rauch trifft zwei Dreier hintereinander, damit ist das Momentum endgültig auf Gunners-Seite. Friedrich verkürzt mit Freiwürfen, aber Hanes scort den nächsten Dreier zum 29:24, baut die Führung gleich darauf mit einem weiteren Distanzwurf auf 32:24 aus. Güttl per Lay-up und Blazan per Dreier verkürzen auf 32:29, King wenig später per Freiwurf auf 32:30. Es folgte eine sehr zerfahrene Phase mit vielen Fouls, Oberwart ist durch fünf Freiwürfe in Serie erfolgreich und kommt erneut auf 39:32 weg. Die Swans sind im Set-Game zu kompliziert und treffen auch offene Würfe nicht, daraus resultiert der Pausenstand von 44:35. 39% Wurf (dabei vom Dreier sogar noch 40%, aber in Korbnähe ganz schwach) und 7 Rebounds weniger, so kann man die Gunners nicht gefährden.

Das Heimteam macht nach Wiederbeginn dort weiter, wo man vor der Pause aufgehört hat. Käferle bringt die Gunners auf 48:35 weg, King kassiert zu allem Übel noch ein technisches Foul, Hanes trifft den Freiwurf zum 49:35. Dann beginnen sich die Swans zuerst einmal defensiv zu stabilisieren und finden langsam auch offensiv wieder ins Spiel zurück. Die letzten 2 Minuten des Viertels gehören dann vollends den Gmundnern, die durch Green und einen Schartmüller Dreier auf 54:58 herankommen. Hanes trifft zum Ende noch einen Freiwurf, aber das Spiel ist unerwartet doch wieder offen.

Güttl, King und Green per Dreier bringen die Swans sofort auf 61:62 heran, wenig später kann Güttl mit einem and-1 die Gmundner 64:62 in Führung werfen. Danach folgen zwei Turnover von Green und Hanes gelingt mit Hängen und Würgen der Ausgleich. Es folgt ein King-Dreier zum 67:64, den Rauch aber mit einem ebensolchen postwendend beantwortet. Dann folgt eine Phase mit vielen Fehlwürfen und Ballverlusten beidseits, Lautier-Ogunleye bricht den Bann und stellt auf 68:67. Käferle gleicht sofort wieder aus, Lautier-Ogunleye wird bei einem Dreier gefoult, trifft alle drei Freiwürfe zum 72:69. Wieder hat Käferle mit einem Dreier sofort die Antwort, die Swans können im Gegenzug nicht scoren. Gardener wird gefoult, bringt mit zwei Freiwürfen die Gunners 74:72 in Front, Güttl wird ebenfalls gefoult, aber er kann die Freiwürfe nicht verwerten. Hanes machts besser, stellt per Lay-up auf 76:72 - es folgt ein Timeout der Swans. Danach verwirft Friedrich, aber Lautier-Ogunleye holt den Rebound, wird erneut am Dreier gefoult. Diesmal trifft er aber nur 2 von 3, dennoch 24 Sekunden vor dem Ende stehts nur noch 74:76. Die Gunners verwerfen ihren letzten Angriff durch Hanes, im Gegenzug wird King 1 Sekunde vor dem Ende unterm Korb angespielt – und der erzielt den Ausgleich – Overtime.

Die beginnt mit einem Dreier Fehlwurf von Blazan, Käferle und Poljak bringen die Gunners 80:76 in Front. Blazan verkürzt auf 80:78, King blockt den nächsten Gunners Angriff, verwirft aber selbst in der Offense. Als dann Gardener einen Dreier zum 83:78 versenkt, ist das der Fangschuss für die Swans. Auch ein Timeout beendet die offensive Flaute der Gmundner nicht. Als dann Friedrich zum Korb zieht und sehr hart attackiert wird, aber keinen Foulpfiff bekommt, begeht er selbst im Gegenzug ein unsportliches Foul. Käferle bringt den Gunners – Sieg mit zwei Freiwürfen endgültig ins Trockene.

Fazit:
In der ersten Halbzeit waren die Oberwarter einfach aktiver und vor allem am Rebound viel präsenter. Die Swans attackierten den Korb relativ wenig und trafen vor allem aus dem Zweipunktebereich ganz schwach. Im dritten Viertel gabs dann die heuer schon obligate Auferstehung und als man im letzten Spielabschnitt in Führung ging, schien sich das Spiel doch noch zu drehen. Aber die Gunners konnten sich auf einen sehr guten Kapitän Käferle verlassen, der das Spiel fast im Alleingang nochmals zu ihren Gunsten drehte, vor allem in der Overtime überragend agierte. Die Gmundner wiederum bauten vor allem bei den Distanzwürfen total ab, am Ende hatte Oberwart 13 erfolgreiche Dreier zu Buche stehen, die Gmundner nur 7.

Zu blöd auch, dass man bis zu den beiden Schlussminuten der regulären Spielzeit fast alle Freiwürfe traf (Lautier-Ogunleye 9 von 9!!), aber ausgerechnet in den letzten 2 Minuten konnte man drei Freiwürfe nicht mehr verwerten. Schade, die zweite Overtime-Niederlage in Folge wäre nicht nötig gewesen.

Endstand: 87 : 79 n.V. (20:20, 44:35, 59:54, 76:76) für Oberwart


Statistik:
King 23 Punkte, 8 Rebound, 3 Assists
Lautier-Ogunleye 16 Punkte (11 von 12 Freiwürfen)
Güttl: 9 Punkte, 5 Assists
Green: 9 Punkte, 3 Rebounds
Blazan: 7 Punkte, 6 Rebounds
Friedrich: 5 Punkte, 7 Assists, 4 Rebounds
Charles: 5 Punkte
Schartmüller: 3 Punkte
Köppel: 2 Punkte

Für Oberwart: Käferle 18, Hanes 15, Gardner 13, Rauch 11, Patekar 10, Howard 9, Poljak 9, Abou-Ahmed 2.