26.11.2022

Weitere Niederlage gegen die Wolves

Die OCS Swans Gmunden müssen sich überraschend auch gegen Tabellenschlusslicht Vienna Timberwolves knapp geschlagen geben und kassieren damit in der BSL nach fünf Siegen bereits die dritte Auswärtsniederlage in Folge.

Das Spiel beginnt mit einem Güttl-Lay-up, Vogt setzt aber mit einem Dunking gleich ein Statement. In den nächsten Minuten kommen die Wiener durch Szkutta und Lohr relativ locker auf 9:4 weg, ehe die Swans durch drei Fastbreaks antworten und 10:9 in Führung gehen. Die Timberwolves bleiben weiter fehlerhaft, die Swans kommen durch King und einen Schartmüller-Dreier auf 15:9 weg. Die Timberwolves fangen sich aber wieder und kommen auf 14:16 heran. Köppel kann mit einem Dunking den Pausenstand fixieren, weil beidseits die letzten Angriffe mit Fehlwürfen vom Dreier enden.
Offensives Hauptübel bei den Swans: Man trifft nur 1 von 8 Dreiern.

Die Wiener bleiben anfangs des zweiten Viertels dran, treffen vor allem ihre Distanzwürfe und verkürzen auf 20:22. Es folgt ein Dreier von Blazan und zwei gute Aktionen von Green, die Swans führen 29:20, wenig später 31:22. Aber statt jetzt die Kontrolle über das Spiel auszuüben, werden die Gmundner wieder hektisch und die Timberwolves kommen wieder heran. Signifikant dann die Schlussminute: Bei 35:31 gibt’s einen vermeintlichen Turnover der Timberwolves, die Schieris sehen aber das nicht so und geben Seite Wien. Daraufhin kassiert Coach Mirolybov ein technisches Foul und den Angriff schließt Wlasak mit einem Dreier zum Ausgleich ab. Friedrich läuft den Gegenangriff, trifft mit der Schlusssekunde, aber auch dieser Korb wird von den Refs als außerhalb der Zeit betrachtet und storniert.

Das dritte Viertel beginnt signifikant mit einem Dreier-Fehlwurf der Swans. Ganz anders die Wiener, die durch Szkutta und Wlasak zwei treffen und damit 43:39 in Front gehen. Vogt baut mit einem Dunking + Foul auf 46:41 aus, Friedrich und Green per and-1 gleichen wieder aus. So geht’s auch in den nächsten Minuten weiter, die Timberwolves legen vor, die Swans holen wieder auf. Nicht so in den letzten drei Minuten dieses Viertels, da kommen die Timberwolves auf 61:55 weg und die Swans können nicht mehr antworten.

Der letzte Spielabschnitt beginnt mit einem Green-Dreier zum 60:61, es folgt ein Fehlwurf der Wiener. Aber Green verliert ohne Not den Ball, begeht auch noch ein Loose-ball-Foul, das unsportlich gewertet wird. Die Timberwolves treffen beide Freiwürfe und Wlasak schließt den anschließenden Angriff mit einem Dreier zum 66:60 ab. Wenig später erhöht Wlasak auf 68:60. Friedrich kann mit zwei Freiwürfen anschreiben, es folgt ein Fehlwurf der Wiener und King wird gefoult. Aber der vernebelt beide Würfe. Die Timberwolves zeigen im Gegenzug wie es geht, treffen beide Freiwürfe, führen 6 Minuten vor dem Ende 70:62. Die Swans kämpfen sich durch Friedrich und Blazan auf 68:70 heran, gleichen wenig später mittels Green-Fastbreak zum 72:72 aus. Es folgt ein Timeout der Wiener und ein sehr fragwürdiger Foulpfiff gegen Green, dessen 5. Foul. Vogt verwirft beide Freiwürfe, aber auch Lautier-Ogunleye im Gegenzug einen offenen Dreier. D’Angelo macht’s im Gegenzug besser, er trifft zuerst Inside und nach dem nächsten Dreier Fehlwurf der Swans einen Dreier zum 77:72. Es folgt ein Timeout der Swans, Friedrich verkürzt zwei Minuten vor dem Ende auf 74:77 und nach dem nächsten Fehlwurf der Timberwolves wird King gefoult und trifft beide Freiwürfe zum 76:77 Anschluss. Die Swans kommen eingangs der Schlussminute gleich wieder in Ballbesitz, King wird aber unterm Korb geblockt. Auch ein Tipp-Versuch von Blazan springt vom Ring zurück. Im Gegenzug begeht Vogt nach einem vergeblichen Wurfversuch ein Offensivfoul und King bekommt so 17 Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe zugesprochen, die er trocken zum 78:77 verwertet. Aber Vogt schließt die letzte Offense der Wolves erfolgreich zum 79:78 ab. Es folgt 7 Sekunden vor dem Ende noch ein Swans-Timeout, es gelingt auch ein guter Spielzug, aber Güttl verwirft in der Schlusssekunde das Lay-up.

Fazit:
Es war von Beginn an vor allem offensiv eine unzureichende Leistung der Swans. Wenn du von 20 Dreiern nur 3 triffst, der Gegner bei 27 Versuchen 11 trifft, dann wird es schon schwierig. Da hilft auch ein Übergewicht am Rebound und wenige Turnover (12) nichts. Die Defense war über weite Strecken zu passiv, als man dann den Ballführenden zu doppeln begann, fanden die Timberwolves fast immer den freien Mann – und sie trafen ihre Dreier dann auch konstant.
Insgesamt ein sehr enttäuschender Auftritt der Swans.

Endstand: 79 : 78 (14:18, 35:35, 61:57) für Wien

Statistik:
Blazan 15, 2 Assists, 2 Steals, 1 Rebound
King: 14, 9 Rebounds, 2 Steals, 2 Assists
Friedrich: 14, 3 Rebounds, 6 Assists, 1 Steal
Green: 12, 3 Rebounds, 3 Assists, 2 Steals
Güttl: 6, 5 Rebounds, 1 Steal
Charles: 6, 4 Rebounds, 2 Assists
Köppel: 4, 3 Rebounds
Schartmüller: 3, 1 Rebound

Für die Timberwolves: Wlasak 19, Lohr 16, John 12, Vogt 11 (dazu 12 Rebounds, 4 Blocks), D’Angelo 9, Szkutta 8, Janssens 4.