05.11.2022

Swans verlieren in St.Pölten nach Verlängerung

Die Swans beginnen dominant und führen durch Güttl, King und Blazan rasch 9:4. Dann treffen beide Teams minutenlang nichts, den Swans unterlaufen dazu noch einige völlig unnötige Ballverluste. Kaltenbrunner bricht dann für St. Pölten den Bann, stellt auf 6:9, Lautier-Ogunleye kann die Swans wieder auf 12:6 wegziehen lassen, wobei diese zwei Aktionen die einzig positiven des Engländers im Swans-Dress bleiben sollten. Holten gelingt für St. Pölten im Alleingang der Ausgleich, Charles setzt für die Swans den Schlusspunkt.

Anfangs des zweiten Viertels sind zwar die Wurfquoten beidseits weitaus besser, aber Holton und Mwemba bereiten den Swans weiterhin große Probleme. Dann beginnt eine starke Defensivphase der Gmundner, die vor allem durch King stark verteidigen und so gelingt ein 9:0 Run auf 30:21. Diesen Vorsprung bringen die Swans auch in die Halbzeit, schön anzuschauen waren diese ersten 20 Minuten jedoch nicht.

Im dritten Viertel dominieren anfangs die Swans und kommen durch Dreier von Green und Friedrich auf 42:28 weg. Aber St. Pölten kämpft sich sukzessive wieder heran und verringert den Rückstand auf -6. Green kann nochmals mit einem weiteren Dreier zum 49:40 kurzfristig für Entlastung sorgen, die letzte Minute gehört aber wieder St. Pölten, das von extrem vielen Turnover der Swans profiitiert.

Der letzte Spielabschnitt beginnt mit einem Swans Fehlwurf, St. Pölten kann aber mit der Shotclock auf 47:49 verkürzen. Es folgt ein weiterer Fehlwurf durch King, im Gegenzug gelingt Holton ein Dreier, St. Pölten liegt damit erstmals seit langer Zeit wieder knapp voran. Güttl und Friedrich bringen mit Freiwürfen erneut die Swans in Front, aber St. Pölten hat nun immer die richtige Antwort. Der zuvor völlig unscheinbare Dukity trifft einen Dreier zur neuerlichen St. Pölten Führung, die Swans können zwei Chancen zu scoren nicht nutzen. Ganz anders Holton, der erneut vom Dreier auf 60:56 stellt. In den folgenden zwei Minuten regnet es förmlich wieder Turnover, King kann dann mittels zweier Freiwürfe auf 58:60 verkürzen. Aber wieder hat Holton die Antwort, es folgen wieder drei Turnover in Serie, Blazan kann dann am Offensivrebound erfolgreich intervenieren und auf 60:62 verkürzen. St.Pölten unterläuft der nächste Turnover, King antwortet per Dunking zum 62:62 Ausgleich, es folgt ein Timeout der St. Pöltner. 49 Sekunden sind noch auf der Uhr und St. Pölten wird zum nächsten Ballverlust gezwungen, aber Friedrich verwirft in der Offense trotz aussichtsreicher Position. St. Pölten will nun die Zeit runterspielen, drei Sekunden vor dem Ende nochmals ein Foul an Holton, aber dieses Foul konnten die Swans noch geben. Der letzte Wurf der St. Pöltner verfehlt das Ziel, es geht in eine Overtime.

Nach etlichen Ballverlusten beidseits scort Mwemba, im Gegenzug kann aber Charles per Dreier die Swans wieder 65:64 in Front bringen. Ferguson kann allerdings mit einem and-1 sofort zum 65:67 antworten. King trifft im Gegenzug nicht, Kaltenbrunner holt sich dafür am anderen Ende einen Offensivrebound und scort zum 69:65. Güttl verkürzt sofort auf 69:67, ehe Angerbauer mit einem wilden Dreier sein Team auf 72:67 in Front wirft. Aber Friedrich antwortet 55 Sekunden vor dem Ende mit einem ebensolchen. Angerbauer verwirft im Gegenzug, King gelingt 20 Sekunden vor dem Ende ein and-1, die Swans führen wieder 73:72. Der letzte St. Pöltner Angriff endet mit einem Fehlwurf, aber Ferguson kann bezeichnenderweise den Offensivrebound holten und trifft zum 74:73. Die Swans haben noch zwei Sekunden Zeit für den letzten Wurf, aber Friedrich verwirft, die erste Swans-Niederlage in der Superliga ist Realität.

Fazit:
Es war ein sehr zerfahrenes Spiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Die Swans verteidigten zwar über weite Strecken ganz gut, man hatte aber am Rebound massive Probleme und in der Offense einen unterirdisch schlechten Tag. 20 Turnover sind einfach viel zu viel, dazu schlechte Wurfquoten aus allen Lagen, so kann man in St. Pölten ein knappes Spiel nicht gewinnen. Die Müdigkeit nach dem Europacup war zwar augenscheinlich, trotzdem darf man sich einen zwischenzeitlichen 14-Punkte Vorsprung nicht mehr nehmen lassen.

Endstand: 74 : 73 (12:14, 23:34, 45:49, 62:62) für St. Pölten

Für Gmunden: King 21, Frierich 19, Güttl 9, Blazan 8, Charles 7, Green 6, Lautier-Ogunleye 3

Für St. Pölten: Holton 28, Mbemba 14, Ferguson 11, Kaltenbrunner 8, Angerbauer u. Dukity je 5, Lewis 3