16.10.2021

Swans siegen auswärts gegen die Wolves

Die Swans Gmunden gewinnen ihr erstes Spiel in der neuen Meisterschaft gegen die Vienna Timberwolves knapp mit 73:66.

Die Gmundner starteten nicht gut, brachten das Spiel aber gegen Mitte des ersten Viertels unter ihre Kontrolle. Am Ende sollte es noch knapp werden, denn die Wolves konnten 2 Minuten vor dem Ende erstmals wieder ausgleichen. Ein Dreier und ein Steal von Bene Güttl sicherte den Swans aber den nicht unverdienten, wenn auch sehr knappen Sieg.

Zum Spielverlauf: Das erste Auswärtsmatch der noch jungen Saison verlief für die Swans zu Beginn überhaupt nicht nach Plan. Kaum Rebounds, dadurch etliche zweite Chancen für die Timberwolves und ein rascher 8:0 Rückstand waren die Folge. Nach der ersten Auszeit Gmundens wurde es besser. Vor allem die Offense brachte nun endlich Punkte aufs Scoreboard. Mit sechs Punkten in Folge von Friedrich verkürzte man den Abstand zu den Hausherrn auf nur noch drei Zähler. Mit der verbesserten Defensivarbeit wurde das Gmundner Spiel generell stabiler. Vor allem die völlig offenen Dreier für die Wiener konnte man nun unterbinden. Einzig am Rebound waren die Timberwolves nach wie vor konsequenter, doch den Führungswechsel konnten sie dann nicht mehr lange verhindern. Die Swans starteten zum Ende des ersten Viertels einen guten Lauf und konnten sich mit 23:15 absetzen.

Die leichte Überlegenheit am Rebound für die Wolves blieb auch in den zweiten zehn Minuten bestehen. Doch mit sechs Gmundner Steals (nach ca. 13 Minuten) konnte man diese Schwäche ausgleichen und den Vorsprung sogar weiter ausbauen. Auffälligster Schwan zu diesem Zeitpunkt war Daniel Friedrich, der mit 12 Punkten bester Werfer für Gmunden war. Mehr hatte zu diesem Zeitpunkt nur Fifolt (13). Die Timberwolves stellten dann in der Defense auf Zonenverteidigung um, womit Gmunden zunächst seine Probleme hatte. Dadurch gelang es den Hauptstädtern, den Rückstand aus ihrer Sicht konstant bei acht bis zehn Punkten halten. Mit 35:44 ging es in die Halbzeitpause. Entschieden war in dieser Begegnung noch lange nichts.

Gmunden kam zwar besser aus der Kabine, als letzte Woche im Derby, doch auch in dieser Partie machte man den ein oder anderen unnötigen Fehler. Aber die Wiener konnten keinen entscheidenden Vorteil daraus ziehen und so blieb es weiterhin bei zehn Punkten Differenz zwischen den beiden Teams. Die Hausherrn kamen nun oft zu völlig freien Würfen, da die Abstimmung in der Gmundner Verteidigung phasenweise gar nicht stimmte. Doch es blieb auch im Laufe des dritten Viertels dabei, dass es Wien nicht schaffte, in Schlagdistanz zu kommen. Immer wenn es enger hätte werden können, scorte Gmunden wieder und hielt so den Abstand konstant aufrecht. Zum Schluss konnte man sich dann in eine etwas komfortablere Ausgangslage bringen. Es stand 47:60.

Doch dieser Vorsprung war nicht von langer Dauer. Die Wölfe witterten ihre Chance. Sie zeigten sich nun deutlich giftiger in der Defense und konnten so Gmunden zu Turnovern zwingen. Zwei Dreier von Hofbauer und Fifolt brachten Wien wieder auf neun Punkte heran. Die Gäste fanden überhaupt nicht zurück in dieses Spiel. Blazan und Aughburns waren im Spiel der Swans gar kein Faktor. Die Timberwolves kamen immer näher und drei Minuten vor Ende waren sie nur noch drei Punkte entfernt. Die Swans mussten sich noch einmal steigern, wenn man hier als Sieger vom Feld gehen wollte. Fifolt glich per Dreier aus. Doch Güttl und Jelks konterten und brachten die Swans eine Minute vor Ende wieder mit fünf Punkten in Führung. Zwei weitere Punkte durch Aughburns sorgten dann für die Entscheidung. Am Ende gingen die Basket Swans mit 73:66 als knapper Sieger hervor.

Fazit:
Der erste Sieg der Saison ist eingefahren. Ein souveräner Sieg war das aber nicht. Das hat zwei Gründe: Zum einen sind die Timberwolves dieses Jahr deutlich stärker als letzte Saison. Vor allem den neuen Center Ziga Fifolt bekam man gar nicht in den Griff. Mit 27 Punkten und 16 Rebounds war er ganz klar der beste Spieler dieser Partie.
Zum anderen muss Gmunden sich im neuen Spielsystem erst finden. Denn mit dem Abgang von Murati muss man sich offensiv diese Saison einfach etwas umorientieren und das wird sicher noch einige Wochen dauern.

Endstand: 66 : 73 (15:23, 35:44, 50:60) für Gmunden


Für Gmunden
: Friedrich 16, Jelks 14, Anderson 10, Blazan u. Güttl je 9, Aughburns 8, Hofinger 3, Köppel u. Schartmüller je 2

Für Wien: Fifolt 27, Hofbauer 12, D’Angelo 7, Nikolic, Szkutta u. Wlasak je 5, Rotter 3, John 2