15.12.2019

Spielbericht Oberwart

Oberwart Gunners – Swans Gmunden 85:90 (23:19, 52:43, 67:68)

Oberwart muss auf den erkrankten Sutt verzichten, bei den Swans sind die langzeitverletzten Ogunyemi und Linortner nicht dabei.

Das Spiel beginnt mit einem richtigen Kaltstart der Gmundner. Trotz einiger Steals sind die Swans in diesen ersten Minuten nicht in der Lage, effizient abzuschließen, auch weil einige Male die sehr körperbetonte Spielweise der Gunners akzeptiert wird. So steht’s nach wenigen Minuten 0:11 und erst eine frühe Auszeit von Gmunden beendet diesen Spuk. Loveridge und Friedrich können erstmals anschreiben, vorerst dominieren aber die Gunners weiterhin, führen 15:6. Als dann Loveridge den ersten Swans-Dreier versenkt, ist der Bann endgültig gebrochen, die Swans werden von Minute zu Minute stärker, kommen auf 15:17 und wenig später 19:20 heran. Ein Dreier von Wolf konserviert aber die Gunners- Führung, denn die letzte Offense der Swans versandet.

In Viertel 2 beginnt vorerst die große Zeit von Toni Blazan: Der scheint in den ersten Minuten einfach überall zu sein, erzielt 10 der ersten 12 Punkte der Swans und die führen plötzlich 30:25. In den nächsten Minuten beginnt ein richtiges Shoot-out, da sind die Gunners aber erfolgreicher, drehen durch Outerbridge und Wolf-Dreier wieder das Spiel und führen 45:38. Die Swans sind vor allem am Rebound extrem schlecht, lassen da viele zweite Chancen der Oberwarter zu – und die treffen hochprozentig, treffen in den letzten 5 Minuten gleich 5 Dreier. Bei 50:43 wird dem heftig attackierten Woods ein Schrittfehler gepfiffen, die Gunners kommen so nochmals in Ballbesitz und Alexander schafft mit dem Pausensignal das 52:43 für die Gunners.?11:21 lautet die Reboundbilanz in dieser ersten Halbzeit, das war das Hauptmanko einer schwachen Defensivvorstellung der Swans.

Nach der Pause starten die Swans überfallsartig, Murati und Loveridge verkürzen sofort auf 52:47. Aber die Gunners antworten postwendend, ziehen durch einen Mikutis-Dreier auf 59:47 davon, die Swans-Felle scheinen davonzuschwimmen. Jetzt ist es Güttl, der das Heft in die Hand nimmt und mit 2 Dreiern und einem Steal sein Team fast im Alleingang wieder auf 57:59 heranbringt. Allerdings handeln sich die jetzt viel besser verteidigenden Swans auch etliche Fouls ein, so haben Blazan und Friedrich bereits 3 Fouls angesammelt. Oberwart trifft nun nicht mehr aus der Distanz, auch weil die Swans näher an ihren Gegenspielern dran sind. Woods kann mit 2 Freiwürfen die Swans erstmals wieder 62:61 in Front werfen, ehe Oberwart unterstützt von sehr schlechtem Reboundverhalten der Swans (3 Offensivrebounds der Burgenländer in Folge) wieder in Führung gehen kann. Bei 67:64 gelingt dann Loveridge ein sehr weiter Dreier, er wird dabei auch noch von Poljak gefoult (dessen 4. Persönliches) und mit dem Freiwurf bringt der Amerikaner die Swans wieder in Front. Der letzte Oberwart Angriff von Käferle endet mit einem Fehlwurf, der Turnaround hat also Bestand.

Gleich zu Beginn des Viertels zwei starke Aktionen von Outerbridge, der zuerst einen Dreier versenkt, danach sofort einen Steal fabriziert und die folgende Angriffsaktion der Gunners per Dunking abschließt. Oberwart liegt damit wieder 72:68 voran, aber Blazan bringt die Swans mit einem and-1 sofort wieder in Schlagdistanz. Die Swans-Defense steht nun bedeutend besser, zwingt die Gunners zu etlichen schweren Würfen, die sie letztlich nicht treffen. Friedrich kann die Swans dann mit zwei Freiwürfen wieder in Front werfen, Blazan legt mit einem Fastbreakkorb nach und als Loveridge nach einem gelungenen Pick&Roll erfolgreich abschließt, liegen die Swans 77:72 voran. Es folgt ein Gunners-Timeout, das zunächst fruchtet, denn Poljak und Wolf per Dreier gelingt sofort der Ausgleich. Aber auch Friedrich trifft nun vom Dreier, wirft die Swans wieder in Front. Poljak hält nochmals dagegen, ehe Murati gefoult wird und 2 Freiwürfe angesagt sind. Oberwart Coach Leitner reklamiert zu heftig, kassiert dafür ein technisches Foul, damit hat Murati sogar 3 Freiwürfe. Er trifft allerdings nur 2, die Swans liegen aber wieder 82:79 voran. Käferle und Outerbridge drehen das Spiel aber nochmals, letzterer sorgt mit dem nächsten Dunking für die 83:82 Führung der Gunners. Güttl erobert einen Offensivrebound und scort zum 84:83, das kann dann Poljak nicht mehr beantworten, verwirft in aussichtsreicher Position. Murati wird nach einem Einwurf von Friedrich geschickt in Position gebracht, der scort zum 86:83. Und als Güttl nun auch noch ein Steal gelingt, ist es abermals Murati, der nach einem Einwurf zum 88:83 scort. 1’23 vor dem Ende ist es nochmals Poljak der auf 85:88 verkürzt. Murati verwirft in der Folge einen offenen Dreier, aber auch Wolf verwirft auf der Gegenseite. Ein letztes Timeout von Oberwart, noch 26 Sekunden auf der Uhr. Nochmals kann Wolf nicht scoren, Blazan hat den Rebound, wird gefoult und trifft beide Freiwürfe sicher. Ein letzter Dreier von Mikutis geht daneben, der Swans – Sieg ist in trockenen Tüchern.

Fazit:
Nach einer sehr durchwachsenen ersten Halbzeit, in der vor allem defensiv nicht viel zusammenpasste, stellte Coach Mirolybov in der Halbzeit einiges um und das fruchtete. Die 1 gegen 1 Defense wurde besser, auch am Rebound wurde besser gearbeitet, offensiv sind die Swans derzeit sowieso sehr gut aufgestellt. Zwar traf man vom Dreier nicht so hochprozentig wie zuletzt, die „Big-plays“ konnte man aber trotzdem verbuchen, erneut war der Teambasketball über weite Strecken sehr gut anzusehen. So stand am Ende eine deutlich bessere Wurfquote zu Buche, in der zweiten Halbzeit verlief auch das Reboundduell fast ausgeglichen, das waren die Schlüssel zum Erfolg. Aus dem starken Swans –Kollektiv sind diesmal Güttl, Blazan und Loveridge hervorzuheben, die eine tolle Performance boten und mit diversen „Anfällen“ mehrmals für den Wechsel des Momentums sorgten.

Punkte: Blazan 23 (100% Wurf), Loveridge 20, Friedrich 15, Murati 14, Güttl 12 (7 Rebounds), Woods 6;

Mikutis 20, Wolf 16, Outerbridge 15, Poljak12, Alexander 9, Käferle 8, Schuecker 3, Patekar 2