06.11.2021

Sensationeller Sieg gegen den Vizemeister

Die Swans präsentierten sich zu Beginn dieses Spiels ganz anders, als noch am vergangenen Donnerstag in Sankt Pölten. Vor allem die Treffsicherheit vom Dreier und das hohe Tempo in der Offense trugen zu der raschen 13:5 Führung bei. Die Gäste aus Kapfenberg hatten offensiv noch Probleme ins Spiel zu finden, weil die Gmundner Defense kaum offene Würfe der Bulls zuließ. Auch die Verteidigung der Steirer entsprach noch nicht den Vorstellungen des Vize-Meisters. Doch daran änderte sich auch nach der ersten Auszeit von Kapfenberg-Coach Coffin kaum etwas. Gmunden konnte den Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf zehn Punkte ausbauen und so mit 29:21 in die erste Pause gehen.

Der Anfang des zweiten Viertels war dann ausgeglichen und Gmunden unterlief in der Verteidigung nun auch der eine oder andere Fehler. Offensiv war es von beiden Mannschaften eine wirklich sehenswerte Begegnung, die die Bezeichnung Top-Spiel auch wirklich verdient hatte. Tabellarisch gesehen war es das nicht, denn Gmunden lag vor der Begegnung nur auf Platz sieben und die Bulls aus Kapfenberg bildeten das Schlusslicht der bet-at-home Superliga. Mitte der zweiten Periode übernahmen die Schwäne dann wieder zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Vor allem Lukas Schartmüller überzeugte mit einer richtig starken Leistung und war mit elf Punkten am Ausbau der Führung maßgeblich beteiligt. Kapfenberg bekam nach wie vor defensiv gar keinen Zugriff auf die Swans Offense. 55:41 lautete der Halbzeitstand.

Nach der Pause waren es die Bulls, die das Spiel beherrschten. Die Defense war nun deutlich besser, wodurch Gmunden kaum noch zu offenen Würfen kam. Im Angriff wollte ihnen aber noch nicht so viel gelingen, darum blieben die Hausherrn meist komfortabel mit zehn Punkten in Front. Coach Koskinen nahm nach gut fünf gespielten Minuten im dritten Viertel ein Timeout, welches rasch Wirkung zeigte. Die Swans ließen den Ball nun wieder schneller laufen, drückten im Gegenangriff wieder mehr aufs Tempo und konnten so die Führung rasch auf 18 Punkte ausbauen. Doch das war noch nicht die höchste im Match. Stephon Jelks sorgte mit einem Dreier Buzzer-Beater für die 80:56 Führung. Damit war die Ausgangslage vor den letzten zehn Minuten mehr als komfortabel.

Gmunden ließ aber auch im letzten Viertel nicht nach, die Bulls wiederum fingen sich wieder etwas. Zu Beginn versuchte man noch einen Lauf zu starten, um eventuell noch einmal Spannung reinzubringen. Aber die Schwäne wollten davon nichts wissen und taten alles, um die Gäste weiter auf Distanz zu halten. Gegen Ende des Spiels wurde es dann sogar noch deutlicher. Nach dem zwischenzeitlichen 101:73 durch Toni Blazan sah es sogar nach einem 30 Punkte Sieg aus, aber daraus wurde dann doch nichts. Mit einem Endergebnis von 103:77 durfte sich aber auch niemand beschweren.

Fazit:
Was für ein Statement nach dem doch schwachen Auftritt in St. Pölten! Es fällt schwer, einen Spieler besonders hervorzuheben, sei es nun aus der Starting Five oder von der Bank. Heute hat man sich als Kollektiv ganz stark präsentiert. Auch die Arbeit am Rebound und in der Defense lässt wenig bis gar keinen Raum für Kritik. Am Ende steht ein, auch in der Höhe verdienter, Heimsieg gegen den Vizemeister.

Endstand: 103 : 77 (29:21, 55:41, 80:56) für Gmunden


Für Gmunden: Jelks 20, Blazan 18 (11 Reb., 7 Ass.), Friedrich 17 (7 Ass.), Aughburns 16, Anderson 11 (9 Ass.), Schartmüller 11, Güttl 10

Für Kapfenberg
: Krstic 26, Grubor 15, Cigoja, Jamar u. Scott je 9, Zapf 4, Podany 3, Schrittwieser 2