14.05.2017

Den Swans gelingt der wichtige Ausgleich!

Es war wieder ein heiß umkämpftes Spiel, in dem die Swans diesmal am Ende die wichtigen Würfe trafen und damit mit einem 1:1 nach Kapfenberg reisen können.

Zum Spiel: Von Beginn an sehen die Fans ein äußerst intensives Play-Off-Spiel, in dem sich im ersten Viertel keine Mannschaft Vorteile verschaffen kann. Die Swans liegen maximal mit drei Punkten voran (14:11, 8.), die Bulls maximal mit zwei (14:16, 9.), Wenig überraschend steht es daher nach zehn Minuten unentschieden. Im zweiten Viertel wird es in der Halle noch lauter und auf dem Spielfeld noch intensiver - das können die Swans besser ausnutzen und bis zur 17. Minute auf 29:21 davonziehen. Die Gäste verkürzen wieder auf 31:26 (19.), in die Kabinen geht es schließlich mit einer Gmundner 7-Punkte-Führung.

Die Anfangsphase des dritten Viertels gehört eindeutig den Bulls, die gegen komplett unkonzentrierte Hausherren in weniger als drei Minuten in Führung gehen können (36:38, 23.). Mit einer Auszeit können die Schwäne diesen Abwärtstrend stoppen und liegen nach einem technischen Foul gegen Armin Woschank wieder mit fünf Punkten voran (47:42, 26.). Bis zur 30. Minute kann Gmunden sogar noch auf 55:46 erhöhen, ehe die Gäste mit dem Buzzer den Halbzeitabstand wiederherstellen. Die Hausherren verschlafen auch den Beginn des vierten Viertels, die Bulls kommen dadurch zunächst auf vier (55:51, 31.) und später auf drei Punkte heran (60:57, 35.). Zu diesem Zeitpunkt haben die Schwäne auch schon massive Foulprobleme unter dem Korb, sowohl Povilas Gaidys als auch Tilo Klette haben schon je vier auf dem Konto. Aber das wird nicht mehr spielentscheidend, denn - "verkehrte Welt" im Vergleich zu Spiel 1 - nun treffen die Schwäne von Downtown extrem sicher, während den Bulls in der Offensive fast gar nichts mehr gelingt. Für eine kurze Phase können sich die Steirer mit Erfolgen am Offensivrebound und an der Freiwurflinie noch in der Begegnung halten, mit dem 70:61 in der 37. Minute ist aber dann endgültig eine Vorentscheidung gefallen. Am Ende gibt es sogar noch einen zweistelligen Gmundner Sieg zum Ausgleich in der Serie.

Fazit:
Ein in Gmunden sehr bekannter Trainern israelisch-amerikanischer Abstammung hat einmal gesagt: „If You live with the Three, You die with the Three.“. Genau diese Hoffnung der Swans, dass die Bulls ihr Wurfhändchen von Downtown in Stich lässt, ist aufgegangen – und die Schwäne haben auch etwas dafür getan: Denn während die Steirer im ersten Spiel noch 28 Dreier genommen und 14 getroffen haben, lautete die Bilanz dieses Mal zwei von fünfzehn. So wird aus einem 19-Punkte-Erfolg eine 14-Punkte-Niederlage, aber natürlich nicht nur deshalb: Einige Gmundner Spieler konnten sich im Vergleich zu Spiel 1 wesentlich steigern, waren es dort nur vier Spieler mit zweistelligen Effizienzwerten (Enis Murati, Michael Ojo, Daniel Friedrich und Toni Blazan), so kamen dieses Mal mit Tilo Klette und Povilas Gaidys noch die beiden Innenspieler dazu.

Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt: Vor allem die Konzentrationsmängel, mit denen man zum Beispiel nach Wiederbeginn innerhalb von drei Minuten die ganze Arbeit der ersten Halbzeit hergeschenkt hat, gehören unbedingt abgestellt. Auch 68 % Freiwurf und 15 Ballverluste sind nicht unbedingt die Statistiken, die einen Coach restlos begeistern werden. Dazu ist Alex Wesby – vor allem Offensiv - noch nicht in der Serie angekommen.

Endstand: 79 : 65 (16:16, 34:27, 55:48) für Gmunden

Für Gmunden: Klette 19, Gaidys 13 (9 Reb.), Murati 12, Ojo 11, Friedrich 10, Blazan 8, Mitchell 6

Für Kapfenberg: Baptiste 19, Krämer 14, Vujosevic 13, Stegnjaic 6, Jamar u. Krstic je 5, Coffin 3

 

 

Unterm Strich bleibt aber, dass man eine sehr lange Siegesserie der Bulls beendet und eine klare Botschaft in die Steiermark geschickt hat: Diese Serie ist noch lange nicht vorbei, mit dem heute gezeigten Kampfgeist können die Schwäne zumindest einmal in Kapfenberg gewinnen!