29.10.2017

Arbeitssieg gegen Graz

Auch wenn ein Sieg gegen den Tabellenletzten Graz erwartet wurde, so machen sich die Swans das Leben selbst schwerer als nötig und gewinnen mit 87:76.

Das Spiel beginnt wie erwartet - die Swans übernehmen rasch das Kommando, so gibt es in der dritten Minute beim Stand von 7:1 bereits das erste Grazer Timeout. Das ändert aber nichts am Spielverlauf, den ersten Grazer Feldkorb gibt es erst zum 13:3 nach sechs Minuten, die höchste Führung der Swans im ersten Viertel lautet +16 (21:5, 9.). Es folgen noch zwei Dreier der Gäste und drei Freiwürfe der Swans zum 24:11-Viertelendstand. Nach Wiederbeginn bleiben die Schwäne zunächst am Drücker und erhöhen auf 31:15 (13.), ehe der UBSC mit zwei Dreiern in Folge auf 31:21 verkürzt - Auszeit Gmunden (15.). Nun ist die Begegnung ausgeglichen und die Steirer haben beim Stand von 38:31 in der 19. Minute an der Freiwurflinie sogar die Chance, auf fünf Punkte heranzukommen. Sie vergeben aber zweimal und müssen auf der Gegenseite zwei Gmundner Körbe hinnehmen, so dass der Pausenvorsprung der Swans doch noch zweistellig wird.

Die zweite Halbzeit startet zwar mit einem Dreier des UBSC, dem die Swans aber einen 9:0-Lauf folgen lassen. Einen Grazer und zwei Gmundner Körbe später ist der Swans-Vorsprung auf 19 Zähler angewachsen und es gibt eine Auszeit der Gäste (55:36, 24.). Eine Trendwende gibt es dadurch nicht, nach drei Vierteln liegen die Schwäne mit 22 Punkten voran. Im Schlussabschnitt folgt das 73:49, ehe die Aggressivität der Hausherren erneut verschwindet und der UBSC einen 8:0-Lauf zum 73:57 hinlegt (33.). Nach einer Auszeit finden die Swans wieder besser in die Spur (78:59, 35.), ehe sie es zu oft erfolglos von Downtown versuchen und die Grazer das zum 78:65 nutzen (37.). Zwei Minuten später liegen die Swans gar nur mehr um zehn Punkte voran (82:72), die Aufholjagd der Gäste kommt aber zu spät. Am Ende steht ein 87:76-"Arbeitssieg" der Schwäne auf der Anzeigetafel.

Fazit:
Vor kurzem war zu lesen, dass unserer Mannschaft der „Killerinstinkt“ fehlt – offenbar wollte sie heute den Beweis dafür antreten. Aber statt nach einer frühen 16-Punkte-Führung den Sack vorzeitig zuzumachen, schaltet man viel zu früh einen Gang zurück und verliert so das zweite Viertel sogar.

Vorteil für Coach Wimmer: Er musste wahrscheinlich an seiner Pausenansprache vom Wels-Spiel nichts ändern – und sie zeigte noch dazu die gleiche Wirkung. Das dritte Viertel war dann nämlich wieder sehr aggressiv und die Führung damit rasch über 20 Punkten. Aber, Déjà-Vu-Erlebnis zu Halbzeit Eins, wieder wurde praktisch von einer Sekunde auf die anderen um mehrere Gänge zurückgeschaltet und so ein bereits geschlagener Gegner erneut zum Leben erweckt.

Fazit des Fazits: Licht und Schatten bei diesem „Pflichtsieg“. Gegen viele Gegner in dieser Liga darf man sich solche langen schöpferischen Pausen nicht leisten und gegen den Tabellenletzten sollte man zu Hause nicht unbedingt zwei Viertel verlieren …

Endstand: 87 : 76 (24:11, 42:31, 71:49) für Gmunden

Beste Werfer:

Für Gmunden: Murati 20, Mitchell 15, Friedrich u. Klette je 14, Wesby 8, Linortner 6, Blazan u. Gaidys je 5

Für Graz: Maresch 20, Richter 19, Nelson 17, Gamberoni 13, Rasic 3, Heuberger u. Alsic je 2