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Nach dem unglaublichen Spiel am vergangenen Mittwoch, können die Swans leider in Oberwart nicht an diese Leistung anknüpfen und verlieren gegen die Gunners Spiel 3 mit 102:81.

Die Swans beginnen mit Lohr an Stelle vom verletzten Wise in der Starting-5. Der bärenstarke Wilson eröffnet für die Swans Inside, er ist es auch, der die Swans in den ersten Minuten mit fehlerlosem Scoring im Spiel hält. Die Führung wechselt da nur einmal, als Taylor per Dreier auf 9: 5 stellt, aber Lohr und Hunter gleichen aus und Friedrich mit Freiwürfen und Wilson stellen auf 13:10. Dann kassieren die Swans in einer Gunners-Offense gleich drei Offensivrebounds, Taylor kann zuletzt auf 12:13 verkürzen. Noch einmal stellt Wilson auf 15:12, wobei sogar ein and-1 angebracht gewesen wäre, der Pfiff kommt aber nicht. Im Gegenzug unterläuft Oberwart nach einem Block von Zivanovic eine 24-Sekunden-Übertretung. Gydra wird in der nächsten Swans-Offense perfekt freigespielt, verwirft aber das völlig offene Lay-up – und das war leider der Startschuss zu 5 schrecklichen Minuten der Swans. Der sehr starke Käferle nimmt die Swans-Defensive mehrmals alleine auseinander, er und Taylor sind 1 gegen 1 einfach nicht zu stoppen und so führen die Gunners nach dem ersten Viertel 20:15. Die Swans treffen in diesen ersten 10 Minuten keinen Dreier und sind am Rebound stark unterlegen.

Zu Beginn des zweiten Viertels macht Käferle da weiter, wo er vorher aufgehört hat, stellt auf 22:15. Die Antwort der Swans endet mit einem Passfehler, man versucht es nun defensiv mit Zone, aber auch das funktioniert nicht, Johnson kann per and-1 auf 25:15 ausbauen. Nach einem weiteren Turnover der Swans nimmt Coach Murad ein Timeout, aber gleich danach baut Martinez auf 27:15 aus, viertelübergreifend war das ein 14:0 Lauf der Gunners. Friedrich beendet diesen dann mit einem Lay-up, sorgt nach zwei Käferle-Körben mit einem Dreier fürs 20:31, aber die Swans sind defensiv einfach nicht in der Lage, Stopps zu kreieren. Dann setzt sich Hunter erstmals mit einem Dreier in Szene, es gelingt auch endlich ein Stopp, aber Hunter verwirft im Gegenzug 2 Freiwürfe. Kurz danach nochmals dieselbe Situation, diesmal trifft Hunter zum 27:39. In den nächsten Minuten treffen beide Teams praktisch mit jeder Offense, bei den Swans sind es Hunter und Wilson per Dunking, bei Oberwart vorwiegend Martinez. Beim Stand von 33:46 wird ein offensichtlicher Moving-Pick von Oberwart als Foul von Wilson ausgelegt und das ist der Anfang von einer katastrophalen Schlussphase. Die Swans fangen sich noch einen Poljak-Dreier ein, dazu kommt noch ein Käferle–Steal in den letzten Sekunden und die Gunners sorgen so ohne viel Gegenwehr für einen 20-Punkte Pausenvorsprung.

In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit geht’s vorerst in derselben Tonart weiter: Die Gunners überrollen physisch die Swans, sorgen durch Käferle, Martinez und einen Tipp-Dunk (eigener Rebound) von Johnson für eine 61:35 Führung, es droht aus Swans-Sicht ein Debakel. Aber Friedrich hat da was dagegen, beginnt nun exzellent zu treffen und versenkt in nicht einmal zwei Minuten drei Dreier, den letzten aus gefühlt 9 Metern. Hunter kann sich nun auch bemerkbar machen, die Swans verkürzen auf 47:63, auch weil Friedrich nach einem technischen Foul gegen Johnson den Freiwurf trifft. Es folgt wieder eine Spielphase mit Fehlern hüben wie drüben, Daniel Köppel beendet die Flaute mit einem erfolgreichen Freiwurf zum 66:47. Aber die Swans halten jetzt wieder dagegen, kommen durch Wilson und Hunter sogar auf 55:68 heran. Käferle stoppt diese gute Phase, aber Hunter und Lohr per Dreier stellen bei einem Gegenkorb von Köppel auf 60:72. Dann kann Köppel nach einem unglücklichen Rettungsversuch der Swans unbedrängt zum 74:60 ausbauen, Friedrich setzt dann den Schlusspunkt, dieses Viertel war sehr okay, die Swans-Mannschaft ließ sich nicht hängen. Eklatant bis dahin allerdings die Unterlegenheit am Rebound (-10) und man kassierte 13 Offensivrebounds und daraus resultierend fast immer einen Korb.

Das Schlussviertel eröffnet Poljak mit einem schön herausgespielten Dreier und holt damit das Momentum wieder auf Gunners-Seite zurück. Wenig später begeht Lohr sein 4. Foul, die Gunners ziehen durch Freiwürfe auf 79:62 weg. Friedrich lässt mit seinem 5. Dreier wieder hoffen, aber Käferle trifft im Gegenzug einen ebensolchen – und damit ist das Spiel endgültig entschieden. In den restlichen Minuten sind die Gunners etwas treffsicherer, bauen so den Vorsprung wieder auf über 20 Punkte aus. In den Schlussminuten setzt Coach Murad verstärkt die Bankspieler ein, auch Oberwart gibt in der letzten Minute den Spielern 11 und 12 Spielzeit. Den Schlusspunkt setzt für die Swans Dominik Schachinger.

Fazit:
Man muss anerkennen, dass die Swans physisch einfach eklatant unterlegen waren und auch oftmals 1 gegen 1 geschlagen wurden. Dazu sind leider einige Spieler weit von einer Normalform entfernt (Gydra, Lohr und Zapf), das kann nicht gutgehen, wenn man durch den Ausfall von Wise eh schon arg dezimiert ist. Positiv auf jeden Fall, dass man sich trotz des großen Rückstandes nach 24 Minuten nicht aufgegeben hat, das dritte Viertel klar gewonnen wurde. Das waren Teilerfolge, die hoffen lassen, dass man in Spiel 4 vor Heimpublikum nochmals zulegen kann.
Einige Daten Teamstatistik: Rebound 38:22 für die Gunners, Turnover 5:11, Steals 2:8. Die Gunners hatten 68 Wurfversuche, die Swans nur 54, Freiwurfversuche 25:23 (bei durchaus guter Schiedsrichterleistung).

Endstand: 102 : 81 (20:15, 53:33, 74:62) für Oberwart

Stand der Serie 2:1 für Oberwart

Statistiken:

Friedrich: 28 Punkte, 5 Assists, 2 Blocks!!, 7 Turnover
Wilson: 24 Punkte, 4 Rebounds, 2 Steals, 1 Block – insgesamt nur 1 Fehlwurf
Hunter: 17 Punkte, 6 Rebounds, 1 Steal, 1 Block
Lohr: 5 Punkte, 1 Rebound, 2 Assists, 1 Turnover
Zivanovic: 3 Punkte, 3 Rebounds, 1 Block, 1 Turnover
Streitberger: 2 Punkte
Schachinger: 2 Punkte
Zapf: 3 Assists, 2 Turnover
Gydra: 3 Rebounds
Passek und Kaltenbrunner in den letzten beiden Minuten eingesetzt.

Für Oberwart:
Käferle 20 (bei nur einem Fehlwurf), 7 Assists, Martinez 20, Taylor 16, Daniel Köppel 13 (7 Rebounds), Johnson 11, Poljak 8, Sims 6, Florian Köppel 6, Patekar 2.