Die Raiffeisen Swans Gmunden verlieren das vorletzte Testspiele gegen des deutsche ProA Team aus Nürnberg mit 79:95. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ins Spiel zu finden, konnte man die Falcons über weite Strecken fordern. Am Ende trafen die Nürnberger die wichtigen Würfe, die Gmundner nicht. Dennoch war Headcoch Thomas Crab mit der Partie zufrieden, auch wenn er natürlich Verbesserungspotential sah.
Die ersten Punkte dieses Vorbereitungsspiels gehen an die Gäste, indem Joscha Eckert direkt mit einem Dreier anschreibt. Die Gmundner hingegen erwischen keinen so einwandfreien Start. Relativ schnell begeht Vuk Zivanovic sein erstes Foul in der Offensive, wenig später vergibt Jerome Hunter an der Freiwurflinie beide Punkte. Die Nürnberger starten sehr schnell und aggressiv in diese Partie, womit die Gmundner ihre Probleme zu haben scheinen. Nach zwei einfachen Punkten von Nürnberg nimmt Coach Thomas Crab die erste Auszeit. Im Angriff klappt bei den Gmundnern jedoch weiterhin fast gar nichts. Nach knapp fünf Minuten stehen erst zwei Punkte auf dem Anzeigeboard. Nach einem erneuten Freiwurf durch Jerome Hunter – der nur einen verwerten kann – schalten die Nürnberger blitzschnell und passen den Ball einmal übers ganze Feld zum einfachen Korbleger. Dieser Touchdown-Pass soll den Nürnbergern auch noch ein paar weitere Male in dieser Partie gelingen. Unterdessen fehlt den Swans im Angriff weiterhin die Idee und man kann auf der anderen Seite des Feldes die Offense der Gäste nicht stoppen. Punkte kommen vor allem durch Einzelaktionen zustande. Gen Ende des ersten Viertels haben beide Mannschaften die Teamfoulgrenze ausgereizt, doch auch bei Nürnberg fallen nun nicht alle Freiwürfe. Außerhalb der Dreipunktelinie trifft für Gmunden in diesem Spiel erstmals Larry Wise kurz vor Ende des ersten Spielabschnittes.
In Viertel Nummer 2 starten die Schwäne deutlich besser. Arvydas Gydra schreibt direkt mit drei Punkten an, in den Folgeangriffen verwertet Larry Wise ebenfalls zwei Dreier, was für Gmunden vier Dreier in Folge bedeutet. Nun ist auch die Defense der Swans deutlich aggressiver, wodurch die Gäste ein wenig gebremst werden können. Auch das Tempo in der Offense wird vor allem durch Miro Zapf vorangetrieben, was die Falcons dazu veranlasst, ihre Defense auf eine Zone umzustellen. Der Angriff der Gmundner gestaltet sich in diesem Viertel nun deutlich erfolgreicher. Und nicht nur in der Offense selbst, auch am Rebound arbeiten die Swans nun besser. Als sie Schwäne zum 27:29 aufschließen können, nimmt Nürnberg-Coach Junge eine Auszeit. Obwohl die Schwäne weiterhin nahe an den Gästen dranbleiben, können sie die Partie nicht drehen. Sobald sie in greifbare Nähe kommen, ziehen die Nürnberger mit einfachen Punkten, teilweise aus dem Fastbreak, erneut davon. Auch der Gmundner Kapitän Daniel Friedrich kann seine Mannschaft aufgrund zwei vergebener Freiwürfe nicht in Führung bringen. Dies gelingt erstmals eine Minute vor Ende des zweiten Viertels. Durch einen Buzzerbeate-Dreier von Julius Wolf gehen die Gäste jedoch mit 45:42 in die Halbzeitpause.
Nach der Pause geht Gmunden durch einen Dreier von Jerome Hunter erneut in Führung, welche aber nicht lange anhält. Zu Anfang dieses dritten Viertels werden auf beiden Seiten toughe Würfe getroffen, doch im weiteren Spielverlauf kann Nürnberg aufgrund einfacher Punkte wieder etwas davonziehen. Coach Thomas Crab zieht nach zwei Missverständnissen in der Defense, die simple Layups der Nürnberger zur Folge hatten, die Notbremse und nimmt eine Auszeit. Die Gmundner bleiben aber weiterhin knapp an den Gästen dran. Das Spiel ist nun sehr ausgeglichen. Gegen Ende des dritten Viertels kann sich Nürnberg erneut mit neun Punkten absetzen, was eine weitere Gmundner Auszeit nach sich zieht. Auffällig laut sind in dieser Zeit auch die jungen Nürnberger Nachwuchsspieler im Gästesektor, die bereits vor dem Spiel ihren Auftritt hatten oder noch morgen gegen den Gmundner Nachwuchs auflaufen werden.
Das vierte Viertel gestaltet sich ebenfalls sehr ausgeglichen. Auf einfache Nürnberger Punkte durch ein Alley-oop hat Jerome Hunter direkt einen Dreier als Antwort parat, den Jakob Lohr im nächsten Angriff ebenfalls mit einem Dreier untermauert. Nachdem den Falcons ein weiteres Alley-oop gelingt, setzt sich auf der anderen Seite auch Jeameril Wilson mit einem Dunking schön in Szene. Er zieht sogar das Foul, den darauffolgenden Freiwurf kann er aber nicht verwerten. Fünf Minuten vor Schluss steht es -7 für die Gmundner. In dieser Crunchtime finden jedoch einige Bälle auf der Seite der Swans ihren Weg nicht in den Korb, hier lässt man einige wichtige Punkte liegen. Zwei Minuten vor Schluss liegt man mit zehn Punkten zurück. Gen Ende fallen dann für die Hausherren einfach keine Würfe mehr. Die Luft scheint draußen zu sein, was den Nürnbergern die Möglichkeit auf einfache Punkte nach Offensivrebounds gibt. Schlussendlich gewinnen die Nürnberg Falcons mit 95:79.
Fazit:
Eigentlich war das Spiel Großteils sehr ausgeglichen. Am Ende sind es Kleinigkeiten, die sich summieren und damit den Unterschied für die Schwäne ausmachen. Im ersten Viertel wurden die Swans von der Schnelligkeit der Falcons überrascht, hier konnte man lange nicht mithalten und es brauchte seine Zeit, um wirklich ins Spiel zu finden. In den entscheidenden Phasen fehlte ebenfalls das Wurfglück. Über das gesamte Spiel gesehen war man im Bereich der zwei Punkte mit den Nürnbergern auf Augenhöhe, Unterschiede sind bei den Dreiern (Gmunden 28,6% und Nürnberg 50%) und vor allem bei den Freiwürfen (Gmunden 45% und Nürnberg 68,8%) festzumachen. Auch hat man oft einfache Würfe der Gäste zugelassen. Auch wenn es aufgrund dieser Summe an kleinen Fehlern nicht für den Sieg gereicht hat, hat man sich dennoch gut gegen das Team aus der deutschen ProA präsentiert.
Endstand: 79 : 95 (13:19, 42:45, 63:71) für Nürnberg
Für Gmunden: Hunter 22, Wise 17, Friedrich 13, Gydra 10, Zivanovic 7, Wilson 4, Lohr u. Zapf je 3
Für Nürnberg: Friederici 22, Wolf 19, Chatfield 16, Köpple u. Taylor je 10, Fenneberg 8, Baskin 6, Parker 4

























