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Die Swans verlieren ohne den erkrankten Toni Blazan gegen die Lions deutlich mit 61:72. Damit bleibt man zwar am zweiten Tabellenplatz, doch ist damit punktegleich mit Graz und Traiskirchen.

Gmunden startete mit viel Tempo in der Offense und einer guten Intensität defensiv. Allerdings nahm man immer wieder überhastete Würfe, wodurch man sich nicht weiter von den Lions absetzen konnte, denn auch die Gäste hatten offensiv Probleme, Konstanz ins Spiel zu bringen. Auffälligster Swan war zu Beginn Patrick Emilien. Gerade in der Zone zeigte er immer wieder seine Athletik und sicherte so seinem Team zunächst die Führung. Demonia sorgte dann zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels für den Ausgleich. Wenige Augenblicke später gelang Kostic dann der erste Führungswechsel. Die Swans fanden im Angriff überhaupt nicht zu ihrem Spiel. Man hatte zu wenig Bewegung im Angriff und fand die freien Mitspieler zu selten. Doch Trey Moses sorgte mit fünf Punkten in Folge dann doch noch für eine knappe 16:14 Führung nach zehn Minuten.

Doch auch im zweiten Spielabschnitt blieb die erhoffte Leistungssteigerung aus. Immer wieder agierte man am Offensivrebound zu nachlässig. Das konnte Traiskirchen immer wieder gut ausnützen. Doch auch die Gäste waren weit entfernt von einem starken Auftritt. Sie nutzten die haarsträubenden Fehler der Gmundner überhaupt nicht aus und schenkten den Ball Mitte des zweiten Viertels zu oft leichtfertig her. Auch mit der Einwechslung von Daniel Friedrich wurde es nicht besser. Die Swans waren weiterhin viel zu fehleranfällig, allerdings fing sich Traiskirchen immer mehr und zeigte nun sehenswerten Fast-Break Basketball. Absolut sehenswert war das Zuspiel von Lasenbergs für den Alley Oop-Dunk von Demonia. Zwei Dreier von Zivanovic verhalfen dann aber den Swans wieder zur erneuten Führung. Aber das bessere Team war in dieser Phase Traiskirchen. Sie agierten im Angriff einfach variabler und hatten mehr Tempo im Spiel. Deshalb lagen sie zur Halbzeit dann auch mit 34:30 voran.

Nach der Pause wurde Gmunden etwas stabiler. Einzig vom Freiwurf ließ man einige Möglichkeiten ungenutzt, wodurch Traiskirchen um acht Punkte davonziehen konnte. Aber es war deutlich mehr Energie auf dem Feld. Bester Swan war weiterhin Emilien. Er war überall zu finden, egal ob unter dem Korb als Rebounder, in der Zone als Scorer oder Assistgeber oder an der Dreierlinie als Shooter. Doch die gute Phase der Gmundner war leider nicht von langer Dauer. Man verfiel rasch in alte Muster, schenkte den Ball leichtfertig her und hatte einfach keinen guten Wurftag. Die Lions hingegen traten mit immer breiter werdender Brust auf. Vor allem Kostic und Demonia waren überhaupt nicht in den Griff zu bekommen. Kostic knallte, zum Teil gut verteidigte, Dreier eiskalt in den Korb und Demonia verschaffte sich den nötigen Platz entweder gleich im Gegenangriff über seine Schnelligkeit oder über seine Athletik in der Zone. So wuchs der Rückstand immer weiter auf 44:58 an.

Anfang des vierten Viertels ging dann noch einmal ein Ruck durch die Gmundner Mannschaft. Man wollte sich noch nicht geschlagen geben. Und plötzlich war man wieder auf neun Punkte an den Gästen dran. Aber die Lions hatten ein gutes Timing, was ihr Scoring betraf. Immer dann, wenn die Swans drauf und dran waren in Schlagdistanz zu kommen, knallte ein Lion den Ball von der Dreierlinie rein. Dadurch kam Gmunden nie näher als auf acht Zähler heran. Aber auch die Traiskirchner Verteidigung war in den entscheidenden Momenten einfach hellwach, wodurch der Turnaround konsequent unterbunden wurde. Schlussendlich bezwangen die Traiskirchen Lions die Basket Swans verdient mit 72:61.

Fazit:
Die Swans gingen durch den Ausfall von Blazan dezimiert ins Spiel. Hinzu kamen mit Gunnarsson und Moses noch zwei weitere angeschlagene Spieler. Gunnarsson konnte zwar offensiv keine Akzente setzen, war aber defensiv und am Rebound bemüht. Moses fehlte im Spiel etwas die Leichtigkeit. Den beiden Dauerbrennern Friedrich und Güttl waren die vielen intensiven Spiele anzumerken. Die sonst so energischen Drives zum Korb blieben das gesamte Spiel über aus.

Dennoch muss man festhalten, dass man als Mannschaft einfach zu wenig Bewegung im Spiel hatte. Man wirkte in der Offense oft ideenlos und gerade in der Zone zeigte man einfach zu wenig Präsenz. Gerade an Tagen, wo das Wurfglück nicht auf seiner Seite ist, muss man andere Wege zum Erfolg finden. Das gelang den Swans heute leider nicht.

Endstand: 61 : 72 (16:14, 30:34, 44:58) für Traiskirchen

Für Gmunden: Emilien 24 (12 Reb.), Friedrich u. Moses je 11, Zivanovic 6, Lohr 5, Güttl 4

Für Traiskirchen: Demonia 21, Kostic 16, Lasenbergs 13, Clare 9, Lawrence u. Kühteubl je 4, Patterson 3, Vay 2