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Unser Kapitän Daniel Friedrich ist nur einer der drei Swans Spieler die in den 13 Mann Kader des Herren Nationalteam einberufen wurden. Am Montag geht es los mit den Trainings unter Neocoach Aramis Naglic und das erste Spiel in Polen können Fans bereits am Freitag den 28.11.2025 im TV live mitverfolgen! 

Der Kader im Sommer war mit einer guten Durchmischung aus erfahrenen und jungen Athleten aufgestellt. Mittlerweile werden es auch immer mehr Sportler mit internationaler Erfahrung.
Ja, wir hatten im Sommer eine gute Mischung aus einigen jungen Spielern die schon wichtige Minuten an Spielzeit sammeln konnten und erfahreneren Spieler, die schon länger dabei sind. Ich denke, dass diese Mischung gut funktioniert hat, sowohl am Feld als auch abseits davon und die Teamchemie war im Sommer hervorragend!

Gab es einen „Youngster“ der für Dich herausstach und sich gut entwickelt hat?
Von den jungen Talenten sticht z.B. der 19 jährige Fynn Schott sehr heraus der für sein Alter allein körperlich und von seiner Athletik schon sehr weit entwickelt ist und das eben in diesem Alter sehr ungewöhnlich ist. Dadurch hat er mittlerweile eine wichtige Rolle im Team eingenommen, das in jungen Jahren eher selten ist und beeindruckt hat. Ebenfalls schön zu sehen ist wie Timo Lanmüller (24J.), der schon seit einigen Jahren in Deutschland spielt, sehr viel und hart an sich arbeitet. Er ist auch immer bereit sich bei älteren Spielern Tipps zu holen und zu fragen und Hilfe sucht um besser zu werden.

Was nimmst Du aus der Ära Chris O’Shea mit?
Chris hat den Job in einer schwierigen Phase übernommen, als es einen kleinen Umbruch im Herren Nationalteam gab und wir in den Qualifikationsfenstern wieder ganz von unten starten und für die WM oder EM Prequalifier spielen mussten. Chris hat gut daran gearbeitet im NT wieder eine gute Atmosphäre zu schaffen. Er hat immer wieder versucht einen Kern ins NT zurückzuholen auf den man wieder etwas aufbauen kann und dass dieser Stamm zusammenbleibt um nicht von Window zu Window neu starten zu müssen. Ich kenne ihn natürlich schon lange aus seiner Zeit in Gmunden und er war gut darin ein positives Umfeld zu schaffen, die Stimmung im Team war immer sehr gut und er hat versucht das Beste herauszuholen. Vor allem jetzt im Sommer war das Umfeld und die Organisation für unser Team sehr angenehm und alles in allem war die Ära Chris sehr positiv.

Der Name Jakob Pöltl ist in aller Munde, kennst Du ihn eigentlich schon aus Deinen Jugend Basketballjahren?
Aus den Jugendjahren kenne ich ihn eigentlich nicht so gut er ist doch 3-4 Jahre jünger als ich. Im Nachwuchs habe ich nie gegen ihn gespielt, aber ich habe es natürlich mitbekommen, dass ein Spieler wie er und vor allem auch im Nachwuchsnationalteam bei den Europameisterschaften schon für Furore gesorgt hat und sich da schon einen Namen gemacht hat. Erst in der Bundesliga 2013/14 habe ich zum ersten Mal gegen ihn gespielt in seinem Jahr in Traiskirchen. Im Herren Nationalteam hatten wir beide 2015 unter Werner Sallomon gemeinsam unser Debüt. Jakob war noch am College, ich schon 3 Jahre in Gmunden und mit Marvin Ogunsipe waren wir die drei Rookies.

Ein Etappenziel wurde erreicht, doch die Aufgaben werden nicht leichter? Wo denkst Du müsst ihr noch stärker werden?
Die erste Phase zur WM-Qualifikation haben wir erreicht, jetzt kommen mit Polen und Lettland zwei richtige Kracher auf uns zu wo es sehr schwer wird und wir sicher krasser Außenseiter sind. Die große Chance besteht in dieser 4er Gruppe, dass wir erneut auf die Niederlande treffen, gegen die wir im Sommer schon gespielt und einmal gewonnen haben. Die ersten drei Mannschaften steigen auf und das große Ziel muss es sein zumindest den dritten Platz zu erreichen. Es wird außerdem wichtig sein die Erfahrungen gegen solche Teams zu spielen mitzunehmen, wieder daraus zu lernen und zu schauen, wie wir uns gegen solche Mannschaften durchsetzen können. Der Fokus liegt vor allem auf einer EM-Teilnahme 2029 und je länger man in der WM-Qualifikation dabei sein kann, umso leichter sollte es sein direkt in die Qualifikation der EM einzusteigen, damit wir in Zukunft diese Pre Qualifier Phasen vermeiden und wir wieder einmal seit langem bei einem großen Turnier dabei sein können.

Die wohl gravierendste Veränderungen im Team ist der Trainerwechsel mit Aramis Naglic, Der Kroate mit eigener Spielervergangenheit ist uns Gmundnern und vor allem Dir als Kapitän der Swans noch als Head Coach des BC Vienna in bleibender Erinnerung. In der Saison 2021/22 stürzte er uns als Titelverteidiger im Finale mit einem 3:1 vom Meisterpodest und beendete diese mit einem Double (Cup+Meister), in der Triple-Folgesaison 2022/23 (Supercup+Cup+Meister) war das Meistermomentum, ebenfalls mit 3:1, jedoch auf unserer Seite.
Nachdem Chris ein Auslandangebot angenommen hat, war der Trainerwechsel doch überraschend. Ich denke aber der Österreichische Basketballverband hat mit Aramis einen guten Nachfolger bekommen. Er kennt die Liga und die Spiele, die wir in Österreich spielen sehr gut und hat als Trainer viel Erfahrung.  Wenn wir uns an seine Zeit in Wien zurückerinnern und die Art wie sie Basketball gespielt haben, war das wirklich sehr gut.
Leicht wird es für ihn im November Window sicher nicht, da er als Head Coach in einer Phase übernimmt, die sehr kurz ist und er uns in dieser limitierten Zeit, mit nur zwei, drei Trainingstagen, seine Philosophie und sein Konzept vorstellen muss. Danach gehen die Spiele schon los. Es wird sicher spannend zu sehen, wie das NT in so einer kurzen Zeit funktionieren muss, um in wenigen Trainings auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Spieler, die unter ihm schon gespielt haben, z.B. auch Enis Murati haben ihn sehr positiv erwähnt und darum glaube ich, dass er einen sehr guten Job machen wird.
Natürlich wird es beim ersten Window für uns gegen Polen und Lettland gleich richtig schwer, weil vor allem unterm Korb wichtige Spieler wie Luka Brajkovic, der leider verletzt ist, und Jakob Pöltl, der wieder mitten in der NBA Saison steckt, leider nicht verfügbar sind. Da werden wir sicher vor allem unterm Korb sehr gefordert werden, aber dadurch werden andere Spieler wertvolle Erfahrungen gegen diese europäischen Top Nationen sammeln können und wir werden unser Bestes geben diese Ausfälle als Team zu kompensieren und trotzdem gute Leistungen zu zeigen.

Wir Fans sind immer positiv gestimmt und danken Dir für den kleinen Einblick hinter die Kulissen unseres Nationalteams. Schon im Sommer hat man einiges Positives zu sehen bekommen und wir hoffen, dass Eure ambitionierte „Reise“ mit hochgesteckten Zielen weiterhin erfolgreich verlaufen wird!!!

An dieser Stelle, besonders von Gmundner Seite, gilt unser Dankeschön Chris O’Shea für sein Engagement um unsere Swans Gmunden und um den österreichischen Basketball!!! Viel Erfolg in Deiner weiteren Karriere!
Head Coach Aramis Naglic und unserem Herren Nationalteam halten wir fest die Daumen und wünschen gutes Gelingen für deren weitere Aufgaben!

Der 13 Mann Roster:
Sylven Landesberg (BK Karbon-X Dukes)
Bogic Vujosevic (SCM Timişoara, ROM)
Fynn Schott (CB Menorca, ESP)
Timo Lanmüller (Artland Dragons, GER)
Erol Ersek (MLP Academics Heidelberg, GER)
Marvin Ogunsipe (Crailsheim Merlins, GER)
Daniel Friedrich, Jakob Lohr, Miro Zapf (Raiffeisen Swans Gmunden)
Daniel Köppel, Edi Patekar, Renato Poljak, Sebastian Käferle (Unger Steel Gunners Oberwart)

Auf Abruf sind Benjamin Schuch und Niko Zelesnik
Verletzt absagen mussten leider auch Thomas Klepeisz und Benedikt Güttl

Spieltermine European Qualifiers für den FIBA World Cup 2027
Gruppe F

Polen vs. Österreich, Freitag, 28. November 2025 20.45h (live auf ORF Sport+ und ORF ON)
Österreich vs. Lettland, Montag, 1. Dezember 2025 20.20h (in der Sport Arena Wien)
Österreich vs. Niederlande, Freitag, 27. Februar 2026
Niederlande vs. Österreich, Sonntag, 1. März 2026
Österreich vs. Polen, Freitag, 3. Juli 2026
Lettland vs. Österreich, Montag, 6. Juli 2026

Weiter Infos:

https://basketballaustria.at/nationalteams/news-details/?id/19193/226232

https://www.fiba.basketball/en/events/fiba-basketball-world-cup-2027-european-qualifiers


Eva Franke