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Die Erfolgsgeschichte zwischen den OCS Swans Gmunden und Headcoach Anton Mirolybov endet nach 5 Jahren.

Der 2019 zu den Swans gestoßene Finne hatte als Nachfolger von Bernd Wimmer einen klaren Auftrag: Wieder einen Titel nach Gmunden zu bringen. Nach etlichen Vizetiteln war der Hunger nach dem einen Titel in Gmunden sehr groß. In seiner ersten Saison stieß man im erstmals gespielten Alpe Adria Cup bis ins Halbfinale vor. Die Liga wurde im März aufgrund des Coronaausbruchs abrupt abgebrochen. In der darauffolgenden schwierigen Corona-Saison, in welche man nur mit einem Legionär startete, musste man zwar mit einer weiteren (Cup-)Finalniederlage einen Nackenschlag hinnehmen. Als Nummer 1 in die Playoff gehend erreichte man das jedoch lang ersehnte Ziel und holte nach 10 Jahren die Meisterschaft zurück an den Traunsee und brachte trotz Maske und leeren Hallen Gmunden in Ekstase.

Nur zwei Wochen später ereilte dann Anton die Krebs-Diagnose, welche seither sein ständiger Begleiter war. Die Therapien begannen umgehend, den Basketball legte er trotzdem nicht ad acta und blieb trotz vieler Wochen im Krankenhaus und monatelanger Therapien Headcoach der Swans.

Nach dem Supercuptitel zu Saisonanfang 2021/22 dominierte die Saison vor allem der wiedererstarkte BC Vienna. Im Cuphalbfinale wurde man von Corona gestoppt, man etablierte sich aber als klare Nummer 2 und wurde im Meisterschaftsfinale nur von den Wienern gestoppt.

Langwierige Krankenhausaufenthalte brauchte es in der Saison 22/23 nicht mehr, obwohl die Therapien immer weitergingen. Mit der Rückkehr auf die internationale FIBA -Bühne war schon vor Saisonstart ein Highlight fix. Dort präsentierte man sich äußerst stark, gewann ein Spiel in der Championsleague Quali und sogar zwei Spiele in der FIBA Europecup Gruppenphase. Auch in der Liga war man nicht zu stoppen. Zuerst Supercup, dann Cuptitel, in der letzten Runde der Platzierungsrunde holte man sich Platz 1 von dem nach wie vor starken BC Vienna. Die Saison gipfelte im „Traumfinale“ gegen die Wiener, wo man dann nach 4 Spielen die Triplesaison komplettierte und somit die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte feierte.

In der abgelaufenen Saison 2023/24 konnte man wieder den Supercupsieg feiern. Auch die Saison lief durchwegs positiv und man ging als zweiter in die Playoffs. Doch dann scheiterte man doch unerwartet bereits im Viertelfinale gegen Oberwart.

Neben der Titelsammlung (2 Meistertitel, 1 Cuptitel, 3 Supercuptitel) schaffte es Anton Mirolybov, auch den (österreichischen) Führungsspielern den letzten Feinschliff zu verpassen. Mit Enis Murati, Daniel Friedrich und Urald King stellte Gmunden trotz sehr teamorientierter Spielauslegung drei Mal den MVP (keine Wahl 19/20). Bei den ersten beiden Titelträgern war hier selbstverständlich der Austrian MVP inkludiert. Auch Toni Blazan konnte in der Mirolybov-Ära konstant hohe Leistungen abrufen, was im Cup-Final-4 MVP 2023 gipfelte. Darüber hinaus konnte Bene Güttl neben seinen offensiven Fähigkeiten seine (aus Traiskirchen) mitgebrachte Qualität am defensiven Ende bestätigen und staubte 3x den Defensive Player of the Year ab.

Die - für dieses Business sehr lange – erfolgreiche Zusammenarbeit geht nun zu Ende. Bereits im Frühjahr hat der Austausch bezüglich der Zukunft zwischen Geschäftsführer Richard Poiger und mit dem zweimaligen Coach of the Year angefangen. Nun ist es also amtlich. Der sportliche Leiter Richard Poiger sagt dazu:

„Es war sportlich eine sehr erfolgreiche Zeit. Unter der Führung von Anton sind wir von einem guten Team zu einem Meisterteam gereift und konnten endlich die lang ersehnten Titel nach Gmunden holen. Darüber hinaus haben wir einen super Basketball gespielt und konnten sogar international unsere sportlichen Qualitäten unter Beweis stellen. Auch in für ihn schwierigen Zeiten hat er immer alles für die Mannschaft gegeben und sich nie unterkriegen lassen.

Fünf Jahre sind eine lange Zeit als Headcoach in einem Team, noch dazu, wenn sich der Stamm der Spieler nicht ändert. Und obwohl wir in den letzten Jahren sportlich sehr viel erreicht haben, wurde in unseren Gesprächen deutlich, dass eine Veränderung auf beiden Seiten neue Impulse freisetzen kann.

Mit seiner Arbeit hinterlässt Anton große Fußstapfen in Gmunden.“

Auch Anton resümiert positiv über seine Zeit in Gmunden:

„Although this season ended with a big dissapointment in playoffs, it does not change the big picture. Gmunden became my second home. I feel that I gave everything what I have for the club and my players in last 5 years, and this way I will leave Gmunden head helded high and heart full of love.

In basketball you win and you lose. What we did here in past 5 years is something what I know is not happening daily. But more important than wins and throphies I leave Gmunden with many new important relationships inside of my heart. I want to thank management, fans and most importantly my players who being showing lots of trust and dedication over the years. We where able to achieve a lot together.

In my personal life, past three years being most difficult time for me. This battle I have not being able to win, but with the huge support of the players, Richi and most importantly Dr. Michael Nöstlinger I being able to keep on fighting. This support being something unique and I want to thank you all from bottom of my heart.”

Wir danken Anton für den unermüdlichen Einsatz für den Verein. Trotz der doch schwierigen persönlichen Umstände hat er immer 100 Prozent an der Seitenlinie gegeben. Wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft und hoffen, ihn bald wieder bei einem anderen Team als Headcoach zu sehen!

Zum Schluss gibt es noch persönliche Worte von Anton!