06.01.2019

Wichtiger Sieg gegen Timberwolves

Die Swans können gegen die Timberwolves einen wichtigen Heimsieg erzielen. Ohne Klette, Friedrich und mehr, oder weniger ohne Brummitt (der trotz sichtlicher Schmerzen beherzt kämpft), spielt Gmunden eine über weite Strecken recht gute Partie und kann sich vor allem Anfang des dritten Viertels entscheidend absetzen.

Zum Spiel: Die Timberwolves aus Wien treten mit lediglich 9 Mann an. Der Rest des Teams trifft erst im Laufe des Spiels in Gmunden ein. Bei den Swans muss Point Guard Daniel Friedrich aufgrund von Rückenproblemen aussetzen. Torrion Brummitt ist wegen einer Fersenprellung noch nicht wieder bei 100 Prozent und kann letztendlich nur knapp 8 Minuten eingesetzt werden.

Wien will in den ersten Minuten des Spiels das Fast-Break nach Defensivrebounds forcieren, kommt aber vor allem über das Set Play zum Erfolg, da die Swans oft im letzten Moment zur Stelle sind und so die einfachen Punkte der Timberwolves noch verhindern können. Offensiv versuchen die Gmundner die Wiener über viele schnelle Pässe überwinden zu können. D.C. Coach Schmidt ist mit der Defense seines Teams in den Anfangsminuten, vor allem was die Verteidigung bei Dreipunktwürfen belangt, nicht zufrieden, da man den Shootern oft zu viel Platz lässt. Beim Stand von 16:12 nimmt er sein erstes Timeout. Die ersten 10 Minuten sind total ausgeglichen. Beide Mannschaften zeigen sich treffsicher von jenseits der Dreipunktelinie. Linortner besorgt kurz vor Ende des ersten Viertels per Tip-In den 18:15 Pausenstand. 

Wien agiert zu Beginn des zweiten Viertels etwas hektisch und nimmt überhastete Würfe. Als Cosic dann wieder das Feld betritt, ist gleich wieder etwas mehr Struktur im Spiel der Hauptstädter. Gmunden attackiert den Korb etwas mehr und kommt so durch ein oder zwei Extrapässe vermehrt zu offenen Würfen. Die Gäste lassen sich aber keineswegs abschütteln und können die Gmundner Verteidigung immer wieder überwinden, bzw. auch ab und zu über Fast Breaks zu einfachen Punkten kommen. Ein weiterer Dreier von Murati zum 34:28 zwingt die T’Wolves allerdings zu einem weiteren Timeout. Murray und Murati können dann einen 8:0 Run starten und so eine 10 Punkte Führung erarbeiten. Diese können die Swans auch mit in die Pause nehmen. 

Nach nur wenigen Sekunden in der weiten Halbzeit nehmen die Gäste bereits ihre nächste Auszeit. Grund dafür sind zwei, praktisch nicht verteidigte Würfe, die die Swans sofort in ein 48:33 verwandeln. Murati läuft nun aber richtig heiß und verwandelt 3 Dreier in Folge und steht nun bereits Anfang des dritten Viertels bei 22 Punkten. Die Swans spielen sich regelrecht in einen Rausch und können von nun an auf einen 21 Punkte Vorsprung aufbauen. Es gelingt den Timberwolves einfach zu selten Stops in der Verteidigung zu erzielen. Gmunden nützt die offenen Räume, die sich vor allem in der Zonen-Verteidigung ergeben, gut aus. Wien will sich dennoch nicht geschlagen geben, jedoch treffen die Swans aus allen möglichen Lagen. Rados bekommt zwar an der Freiwurflinie noch einmal die Chance sein Team näher heranzubringen, vergibt allerdings beide Freiwürfe. Damit bleiben die Swans mit 73:54 in Front.

Die Hausherrn können auch im letzten Viertel die meisten ihrer Würfe im Korb unterbringen. Die Timberwolves kämpfen sich aber Punkt für Punkt zurück ins Spiel. Die Partie wird nun auf beiden Seiten mit mehr Härte bestritten. Linortner kassiert 5 Minuten vor Ende des Spiels ein unsportliches Foul. 3:31 vor Schluss beträgt der Rückstand aus Sicht der Hauptstädter dann nur mehr 10 Punkte. Ähnlich wie im letzten Heimspiel kommt Gmunden mit dem Full Court Press vermehrt in Bedrängnis. Hofbauer bringt sein Team mit drei verwandelten Freiwürfen auf 7 Punkte ran, doch White und Murati machen dann allerdings den Deckel drauf. Wien hat in der Crunch Time fast nur noch vom Dreier versucht den Rückstand zu verkürzen, jedoch ohne Erfolg. Die Swans besiegen die Timberwolves mit 92:80.

Fazit:
Es war ein, über weite Strecken des Spiels, überzeugender Heimsieg der Swans. Zum Schluss schien die Partie noch einmal spannend zu werden, aber vor allem ein stark aufspielender Enis Murati hatte meist die richtige Antwort parat. Bei ihm scheint der Knoten nun endgültig aufgegangen zu sein. Gerade das dritte Viertel, wo er 3 Dreier in Folge traf, war eine kleine Vorentscheidung.

Auch die Jungschwäne machten ihren Job in der aktuellen Situation, wo sie doch für die etwas routinierteren Spieler in die Presche springen müssen, richtig gut. Linortner kämpft jedes Spiel so als ob es kein Morgen gebe und Schartmüller gewinnt von Spiel zu Spiel immer mehr Selbstvertrauen und zeigt sich immer öfter als Assist-Geber.

Zum Schluss schienen die Kräfte etwas zu schwinden, doch unterm Strich hat man die Partie dann souverän zu Ende gebracht.

Endstand: 92 : 80 (18:15, 43:33, 73:54) für Gmunden

Für Gmunden: Murati 27, White 19, Blazan 16, Murray 12, Linortner 10, Brummitt 5, Schartmüller 3

Für Wien: Nikolic 19, Kolaric 17, Scott 16, Hofbauer 11, Rados 7, Cosic 3, D'Angelo 2