06.11.2017

Swans schlagen auch Tabellenführer

Die Swans Gmunden können ihre Siegesserie auch gegen den Tabellenführer aus Traiskirchen prolongieren und gewinnen einen wahren Krimi knapp mit 80:75.

Der Tabellenführer muss im Spitzenspiel auf den an der Schulter verletzten Kevin Payton verzichten, dazu trifft Ramiz Suljanovic erst später in Gmunden ein und kommt erst in der 19. Minute zu seinem ersten Einsatz. Die Swans können hingegen komplett in die Begegnung gehen. Trotzdem läuft es zu Beginn für die Gäste besser, die Hausherren können erstmals erst in der dritten Minute zum 3:5 anschreiben. Es folgt eine ausgeglichene Phase, ehe Traiskirchen zwei Dreier in Folge und ein unsportliches Foul gegen die Schwäne dazu nutzt, um auf 19:10 davonzuziehen (8.). Bis zur ersten Viertelpause kann Gmunden um zwei Punkte verkürzen. Im zweiten Abschnitt wird die Begegnung kampfbetonter, die Fehler auf beiden Seiten werden mehr, bis zur ersten Auszeit des Viertels in der 15. Minute ändert sich nicht viel am Vorsprung der Lions (23:29). In der 16. Minute liegen die Gäste mit 34:26 voran, ehe die Schwäne mit sechs Freiwürfen in Serie auf 32:34 herankommen. Es folgen einige schlechte Entscheidungen der Gmundner in der Offensive, die zum 33:39 führen (18.). Am Ende können aber doch die Swans das zweite Viertel gewinnen und ihren Rückstand um einen Punkt verkürzen.

Die zweite Halbzeit beginnen beiden Teams mit einer Zoneverteidigung - zunächst allerdings relativ erfolglos, bis zum 39:45 in der 22. Minute heißt es: Jeder Wurf ein Treffer. Dann läuft es für die Schwäne aber deutlich besser und in der 25. Minute gibt es durch ein Dreipunktespiel von Daniel Friedrich den Ausgleich zum 51:51 - in dieser Szene begeht Benedikt Danek, bis dahin mit 17 Punkten der überragende Akteur der Lions - sein viertes Foul. Ab diesem Zeitpunkt hat die Begegnung richtigen Play-Off-Charakter, es wird um jeden Zentimeter gekämpft, die Führung wechselt mehrmals. Schließlich haben die Hausherren nach drei Vierteln um einen Punkt die Nase vorne - und die Gäste die größeren Foulprobleme, neben Danek sind auch Florian Trmal und Aleksandar Andjelkovic schon mit je vier Vergehen belastet, bei Gmunden noch niemand. Das vierte Viertel beginnt mit drei Ballverlusten, ehe sich die Lions die Führung zurückholen (60:62, 31.). Dann neigt sich das Pendel aber wieder einmal mehr in Gmundner Richtung, beim Stand von 73:67 in der 36. Minute gibt es daher eine Auszeit der Lions. Und der  Krimi geht weiter, in der 38. Minute sind die Löwen wieder bis auf einen Zähler herangekommen (74:73), allerdings müssen sie da schon auf Trmal und Andjelkovic verzichten, die beide ihr fünftes Foul abgeholt haben. Trotzdem holen sie sich in der Schlussminute die Führung zurück, der Korb zum 74:75 sollte aber das letzte Traikirchner Erfolgserlebnis sein: 27 Sekunden vor dem Spielende stellen die Schwäne auf 76:75, ehe ein Ballverlust und ein unsportliches Foul der Lions folgen. Die Swans sind auch am Offensivrebound erfolgreich und gehen so mehrmals an die Freiwurfline, so dass es am Ende noch zu einem 5-Punkte-Erfolg reicht.

Fazit:
Die Schwäne machten sich in der ersten Halbzeit das Leben selbst schwer: Im ersten Viertel wurde vorne zu überhastet geworfen und hinten überhaupt nicht als Mannschaft verteidigt. Im zweiten Viertel kamen dann auch noch einige leichtfertige Ballverluste dazu, in der Defense war man weiterhin viel zu oft orientierungslos, vor allem gegen die Würfe von Benedikt Danek und die Penetrations von Benedikt Güttl wusste man keinen Rat. Als man dann doch auf 2 Punkte herankam, folgten ein überhasteter Wurf und zwei Turnover – und damit war der 6-Punkte-Pausenrückstand gegen keineswegs überragende Traiskirchner gegeben.

Aber - und das scheint seit dem Wels-Spiel Mode bei den Swans zu sein: Nach der Pause geht es wie verwandelt weiter, hinten wird unheimlich aggressiv (Zone)verteidigt, vorne der Ball viel besser bewegt und vor allem Alex Wesby zeigt in dieser Phase seine wohl bisher stärkste Leistung seit seiner Rückkehr an den Traunsee. So kann der Rückstand wettgemacht werden – und auch der kurze Rückfall in schlechte Gewohnheiten im vierten Viertel mit einer Reihe von Ballverlusten wird souverän weggesteckt und damit die momentan längste Siegesserie der Liga von den Lions an den Traunsee geholt.

Endstand: 80 : 75 (17:24, 35:41, 60:59) für Gmunden

Beste Werfer:

Für Gmunden: Klette u. Wesby je 19, Murati 15, Blazan 10, Friedrich 8, Gaidys 6, Mitchell 3

Für Traiskirchen: Danek 22, Ray 13, Güttl 11, Brkic u. F. Trmal je 9, Andjelkovic u. M. Trmal je 4, Suljanovic 3