09.03.2019

Swans beenden Siegesserie der Flyers

Nach den überschaubaren Leistungen der beiden letzten Spiele geben die Swans heute ein sehr deutliches Lebenszeichen von sich und deklassieren die Flyers aus Wels mit 99:69.

Nach zwei eher ruhigen Anfangs-Minuten nimmt das Oberösterreich-Derby richtig Fahrt auf. Die Swans kommen in den ersten Offenses überhaupt nicht ins Laufen und können zum Teil nicht einmal abschließen. Dann gelingt es den Traunseestädtern etwas mehr Tempo ins Spiel zu bringen und Wels hat anfänglich leichte Probleme die schnellen Angriffe zu stoppen. Nach und nach bestimmt aber Wels das Spiel und kann sich mit zehn Punkten absetzen. Die Flyers versenken einfach die offenen Würfe, die ihnen Gmunden anbietet. Beide Teams glänzen nun mit schönen Blocks; Tilo Klett auf Gmundener und Blazevic auf Welser Seite. Die Swans können zwar nach und nach den Rückstand verkleinern, doch Wels gewinnt das erste Viertel mit 22:28.

Gmunden macht zu Beginn des zweiten Viertels defensiv einfach zu viele Fehler. Die Gäste kommen teilweise zu einfach in die Zone, wodurch Räume für die ganze Mannschaft entstehen. Offensiv jedoch funktioniert das Spiel der Gastgeber. In weiterer Folge verteidigt Gmunden besser. Die Welser kommen nicht mehr zu so vielen offenen Würfen und können bis zur Mitte des zweiten Viertels lediglich drei Punkte erzielen. Murray lässt es dann richtig krachen und bringt sein Team mit einem And-1-Dunk mit 39:37 in Front. Die Verteidigung auf Seiten der Gmundener wirkt nun stabiler, vor allem die Pick-and-Roll Situationen werden nun besser verteidigt. Schlussendlich gehen die Swans mit einer sieben Punkte Pausenführung in die Kabine.

Gmunden erwischt den etwas besseren Start in die zweite Halbzeit. Sie sind am Rebound präsenter, verteidigen die Welser gut und scoren. Vor allem Enis Murati reißt die Partie nun an sich und erzielt neun Punkte vier Minuten. Aus Welser Sicht ist es ein Beginn zum vergessen. Lediglich fünf erzielte bei dreizehn zugelassenen Punkten erklären den deutlichen fünfzehn Punkte Rückstand. Wels stellt nun auf Zonen-Verteidigung um, doch Gmunden ist bemüht das Tempo hochzuhalten und so kommt zu selten Struktur in die Verteidigung der Messestädter. Sobald sich die Verteidigung einmal formiert hat ist die Zone dicht. Doch das beste Mittel gegen Zone bleiben nun einmal getroffene Dreier und die hat Gmunden in dieser Phase reichlich. Die Schwäne treffen aus allen Lagen und setzen sich Ende des dritten Viertels deutlich mit 81:56 ab. 

Wels findet auch im letzten Viertel gar nicht mehr zu dem zurück, was sie in den ersten fünfzehn Minuten gut gemacht haben. Es ist teilweise zu wenig Bewegung im Spiel, der Ball läuft zu langsam und so entstehen kaum Räume, die man attackieren könnte. Auch am Rebound schleichen sich immer wieder Konzentrationsfehler ein. Gmunden hingegen hört einfach nicht auf weiterhin den Zug zum Korb zu suchen, den Ball gut zirkulieren zu lassen und dann die offenen Würfe, inside wie outside, im Korb zu versenken. In weiterer Folge schicken beide Teams noch ihre Jungen aufs Parkett. Gmunden schlägt Wels deutlich mit 99:69.

Fazit:
Es war ein klares Statement nach dem eher schwachen Oberwart Spiel und dem letzten verlorenen Derby. Man hat heute ganz klar gezeigt wer die Nummer eins in Oberösterreich ist, auch wenn die beiden Teams bei weitem nicht so weit auseinander liegen, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Wels war in der Anfangsphase das bessere Team, kam mit mehr Intensität aufs Feld und hat die Gmundner Schwächen gnadenlos ausgenutzt. Gmunden musste sich nach und nach in die Partie reinkämpfen. Man hatte große Probleme mit der hohen Intensität, die die Flyers an den Tag legten. Im Laufe des Spiels übernahm Gmunden die Kontrolle. Vor allem Chance Murray brachte viel Energie und Selbstvertrauen aufs Feld. Er war der Game Changer. Nachher traf Gmunden aus allen Lagen, trat mit Selbstvertrauen auf und fuhr einen ganz wichtigen Heimsieg ein.

Es fällt schwer heute einzelne Spieler herauszuheben. Es war eine Mannschaftsleistung, wie man es sich nur wünschen kann. Was ein bisschen Selbstvertrauen im Sport nicht alles ausmachen kann.

Endstand: 99 : 69 (22:28, 48:41, 81:56) für Gmunden

Beste Werfer:

Gmunden: Murati 18, Blazan 15 (9 Reb.), Friedrich, Linortner u. Murray je 14, Brummitt 11, White 7 (10 Reb.), Klette u. Schartmüller je 3

Wels: Spruill 17, Csebits 13, Zulic 12, Jonsson 11, Mornar 9, Jakupovic u. Lamesic je 3, Waser 1