16.05.2019

Spielbericht Semifinale # 1

Semifinale Spiel 1

Oberwart Gunners – Swans Gmunden 92:94 n.V. (16:21, 40:44, 59:66, 81:81)

Die Gunners müssen auf den erkrankten Szkutta und den verletzten Käferle verzichten, die Swans auf Hieslmair und setzen den ebenfalls erkrankten Blazan vor der Pause nicht ein.

Den besseren Start erwischen die Gmundner, die durch einen Murati-Dreier, einen Friedrich Fastbreak, 5 Brummitt-Punkten und 2 erfolgreichen Freiwürfen von Murati rasch 12:4 führen. Das zieht ein erstes Timeout der Gunners nach sich, die in weiterer Folge das Spiel offen halten können und kurz vor der Viertelpause durch einen Mikutis-Dreier auf 18:16 herankommen. Den Schlusspunkt setzt aber White ebenfalls vom Dreier, das Viertel endet daher mit einer 21:16 Führung der Swans.

Im zweiten Spielabschnitt wird das Spiel immer intensiver: Vorerst können die Swans die Führung durch White und Friedrich auf 25:18 ausbauen, postwendend kommt aber Oberwart auf 25:23 heran. Das veranlasst wiederum Coach Wimmer zu seinem ersten Timeout und danach kommen die Swans wieder auf 29:23 weg. Ein Coleman – Dreier und ein nun stärker werdender Lescault bringen die Gunners aber wieder in Schlagdistanz, dazu unterläuft Brummitt noch sein 3. Foul. Wolf kann mit 2 Freiwürfen auf 30:31 verkürzen, aber Murati sorgt mit 2 Körben wieder für die 40:35 Führung der Swans. Lescault ist aber in dieser Phase nicht zu stoppen, er und Mikutis bringen Oberwart wieder auf 40:42 heran. Klette stellt mit 2 Freiwürfen aber doch noch die Pausenführung sicher.

Im dritten Viertel wird das Spiel vorerst immer knapper, die Swans agieren phasenweise ein bisserl zu eigensinnig (Murati). Auch eine kuriose Schiedsrichterentscheidung bringt den Gunners Vorteile, denn ein ursprüngliches Offensivfoul von Lescault wird nach Videocheck in ein technisches Foul wegen Flopping gegen Linortner umgewandelt, diese Entscheidung erzeugt bei Gmunden nur Kopfschütteln, denn auch die Fernsehbilder zeigen etwas ganz anderes. Die Swans kassieren weiterhin unglaublich viele Offensivrebounds der Gunners und Lescault bringt sein Team auf 54:52 heran. Die Schlussphase des Viertels gehört aber den Swans, die durch Murray, Murati und den für 3 Minuten eingesetzten Blazan auf 66:57 davonziehen können. Den Schlusspunkt setzt aber Coleman – wieder nach einem Offensivrebound.

Im vermeintlichen Schlussabschnitt bleiben die Swans vorerst offensiv stabil, kompensieren durch Brummitt und Murati die weiterhin eklatante Reboundunterlegenheit und die beiden stellen auf 70:65. Dann scheint aber das Übel seinen Lauf zu nehmen, denn die Swans produzieren plötzlich einen Turnover nach dem anderen, treffen dazu nichts mehr. So gelingt Lescault nach einem weiteren Offensivrebound per Dreier der 72:72 Ausgleich, das Momentum wandert vollends zu den Gunners. Die Swans bleiben weiter fehlerhaft, Oberwart hat allerdings da schon etliche Foulprobleme. Wolf schafft trotzdem das 78:72 für die Gunners und erst Linortner beendet diesen 13:2 Run des Heimteams durch 2 Freiwürfe. Aber die Swans schmeißen weiterhin die Bälle weg (2x Friedrich), verteidigen zwar exzellent, aber Mikutis stellt nach einem weiteren Turnover von White per Dunking auf 81:74 für die Gunners. Es geht noch 1:30 und das Spiel scheint entschieden, aber da haben die Swans nun etwas dagegen. Friedrich geht zum Korb und trifft zum 81:76, Ochsenhofer verwirft auf der Gegenseite 2 Freiwürfe. Murati trifft einen Wahnsinnsdreier zum 81:79, Oberwart nimmt 1 Minute vor dem Ende seine letzte  Auszeit. White blockt einen Poljak – Wurf in der Folge wird Murati gefoult (5. Foul von Mikutis), der behält die Nerven und trifft beide Freiwürfe zum 81:81. Lescault wird mit vereinten Kräften zu einem Schrittfehler getrieben, die Swans haben sogar noch 8 Sekunden für den letzten Angriff, der allerdings mit einem Offensivfoul von Brummitt endet – damit kommt’s zu Overtime.

Da haben beide Teams nun massive Foulprobleme, etliche Spieler sind schon mit 4 Fouls belastet. Ochsenhofer eröffnet mit einem von Lescault blendend vorbereiteten Dreier zum 84:81 und nach einem Murati-Fehlwurf ist es im Gegenzug Tawiah, der nach einem weiteren Offensivrebound auf 86:81 stellt. Brummitt kann Inside auf 86:83 verkürzen, Poljak wird gefoult, trifft aber nur einen Freiwurf zum 87:83. Lescault unterläuft sein 4. Foul an Murray, der wiederum beide Freiwürfe zum 87:85 Anschluss nützt. Lescault wird nun zum Gunners-Alleinunterhalter, verwirft aber die nächste Offense. White macht’s auf der anderen Seite besser, gleicht für die Swans zum 87:87 aus, Oberwart nimmt seine letzte Auszeit. 1’50 vor dem Ende versenkt Wolf einen Dreier zum 90:87, aber im Gegenzug trifft auch Friedrich vom Dreier zum neuerlichen Ausgleich. Dann verwerfen beide Teams je einmal, ehe Murati mit einem extrem starken Move die Swans erstmals wieder 92:90 in Front bringt. Ochsenhofer verwirft im Gegenzug, Murati holt den Rebound, wird gefoult und trifft 5 Sekunden vor dem Ende beide Freiwürfe zum 94:90. Das 94:92 von Tawiah in der Schlusssekunde ist nur noch Resultatskosmetik, der Swans – Sieg ist nicht mehr in Gefahr.

Es war ein völlig verrücktes Spiel: Oberwart holte insgesamt 24 Offensivrebounds, verzeichnete insgesamt 16 Rebounds mehr als die Swans und hatte mehr Offensivrebounds als die Swans Defensivrebounds. Allerdings hatten die Swans bessere Wurfquoten und um 4 Turnover weniger, dazu noch einen sehr stabilen Freiwurf (21 von 23). Der Sieg war ob des wiederum lange Zeit schlechten Schlussviertels recht glücklich, allerdings großes Kompliment für den Kampfgeist der Swans, die ihre zuvor entsetzlichen Ballverluste noch kompensieren konnten.

Insgesamt war es ein sehr intensives, fehlerbehaftetes Spiel, das wohl schon einen Vorgeschmack auf die Intensität der weiteren Partien lieferte.

Für die Swans:
Murati 24, 2 Reb., 3 Ass., 4 Turnover
Friedrich 15, 7 Ass., 2 Reb., 4 Steals, 4 Turnover
White 14, 8 Reb., 3 Ass., 2 Steals, 4 Blocks, 1 Turnover
Brummitt 13, 10 Reb., 2 Assists, 3 Turnover, 1 Steal
Murray 8, 2 Reb., 1 Ass., 1 Steal, 1 Turnover
Linortner 7, 1 Reb., 1 Steal – verteidigte zudem Lescault exzellent!!!
Klette 7, 1 Reb, 1 Ass., 1 Turnover – 13 Minuten im Einsatz
Blazan: 4, 1 Reb., 1 Steal, 1 Turnover – nur 5 Minuten eingesetzt
Schartmüller: 2, 2 Reb., 2 Steals.
Draskovic: 1 Fehlwurf – nur 4 Minuten eingesetzt

Für Oberwart:
Lescault 21, dazu 11 Assist aber auch 11 Turnover
Tawiah 15, dazu 16 Rebounds
Mikutis 14, 7 Rebounds,
Wolf 13,
Coleman 9, 7 Rebounds,
Ochsenhofer 9
Miner 8
Poljak 3