10.06.2018

Spielbericht Finale # 5

Kapfenberg Bulls – Basket Swans Gmunden 69:53 (21:18, 34:32, 51:38)

Die Bulls sind komplett, die Swans müssen auf den erkrankten Assistant-Coach Pinezich verzichten, Gaidys spielt trotz der im Spiel 4 erlittenen Gesichtsverletzung.

Die Bulls gewinnen den Jump, aber Rountree stealt sofort, Murati zieht stark zum Korb, erzielt das 2:0. Jamar antwortet im Gegenzug allerdings sofort mit einem Dreier. Gaidys stellt postwendend mit einer starken Aktion auf 4:3. In den nächsten Minuten geht’s mit leichten Vorteilen für die Swans weiter, vor allem weil Murati stark agiert. Rountree und Blazan werden jeweils gefoult, treffen ihre Freiwürfe zum 13:9, Coffin kann mit der Shotclock auf 13:11 verkürzen. Klette bekommt ein Offensivfoul aufgebrummt und Stegnjaic holt einen Offensivrebound, wird dabei gefoult und trifft beide Freiwürfe zum Ausgleich. Rountree trifft im Gegenzug nicht, Jamar schließt dafür „coast to coast“ ab, die Bulls sind wieder 15:13 in Front. Klette gleicht aus, die Bulls kommen zweimal an die Linie, treffen 3 ihrer 4 Freiwürfe zum 18:15. Aber auch Murati gelingt das zweimal, auch er trifft 3 von 4, wiederum der Ausgleich. Vujosevic trifft dann voller Selbstvertrauen einen weiten Dreier zum 21:18, den Swans gelingt im Gegenzug nichts mehr.

Die erste Offense des zweiten Viertels endet mit einem Korb von Klette zum 21:20. Die Bulls verwerfen einiges aus der Distanz, aber die Swans können daraus kein Kapital schlagen. Jamar bricht den Bann, nach einem weiteren Swans-Fehlwurf ist auch Rados zur Stelle, baut auf 25:20 aus. Wieder ist es Murati, der hart bedrängt auf 25:22 verkürzt und nach einem Rados Fehlwurf per Freiwurf auf 25:23 stellt. Das zieht ein Timeout der Kapfenberger nach sich, die danach sofort durch einen Schrittwieser Dreier auf 28:23 stellen. In den nächsten 4 Offenses passieren nur Fehlwürfe, ehe Blazan mit einer starken Aktion auf 25:28 aufholt. Oliver verwirft die nächste Bulls-Offense, Gaidys wird am Rebound gefoult, trifft einen Freiwurf zum 26:28. Vujosevic verwirft einen Dreier, holt aber den eigenen Rebound und der offene Stegnjaic stellt auf 31:26. Wieder ist es Blazan, der mit 2 starken Aktionen auf 31:29 aufschließt. Coffin wird gefoult, trifft auch nur einen Freiwurf zum 32:29. Im Gegenzug ein toller Dreier von Murati, es steht wieder 32:32 Unentschieden, was ein weiteres  Bulls-Timeout nach sich zieht. Jamar verwirft die nächste Offense, aber auch Klette unterläuft ein Ballverlust, Stegnjaic nutzt dies zu einem Fastbreak und stellt auf 34:32, Die letzte Swans – Offense endet mit einem 3-er Fehlwurf von Gaidys.

Pause, alles eigentlich im Lot, aber die Swans haben irgendwie den Plan in der Kabine gelassen. Denn Krämer erzielt mit einem Halbdistanzwurf das 36:32, dem folgt ein Turnover von Rountree. Die Bulls sind auch im nächsten Angriff erfolgreich, Krämer trifft nun sogar einen Dreier zum 39:32. Ein heikle Seiteentscheidung wird für die Bulls gepfiffen, Vujosevic kann aus dieser Offense ein and-1 kreieren, Kapfenberg führt 41:32, obwohl er den Bonuswurf nicht trifft. Die Swans finden einfach keinen offensiven Rhythmus mehr, treffen keinen Distanzwurf und kassieren einen weiteren Fastbreak der Bulls zum 43:32. Viertelübergreifend also ein 11:0 Run der Bulls, die Swans nehmen ein Timeout. Aber auch das bringt vorerst nichts, die Swans verwerfen weiterhin, allerdings treffen auch die Bulls nicht. Dann ein Notdreier von Murati, nach fast 5 Minuten der erste erfolgreiche Versuch der Swans. Gaidys begeht am Rebound sein 4. Foul, beide Teams verwerfen einige Offenses, schließlich ist es wieder Stegnjaic, der mit einem and-1 auf 46:35 ausbaut. Es folgen wieder 8 Fehlwürfe, auf beiden Seiten jeweils 4, aber zuletzt hat halt Stegnjaic den Offensivrebound, wird gefoult und trifft beide Freiwürfe zum 48:35. Es folgen wiederum 4 Fehlwürfe und 2 Turnover, ehe Klette mit einem and-1 auf 48:38 stellt. Schrittwieser gelingt sein 2. Dreier, die Bulls führen nach 30 Minuten 51:38, die Swans erzielten in diesem Spielabschnitt nur 6 Punkte, versieben insgesamt 11 Würfe und begehen 4 Turnover, das ist einfach viel zu wenig.

Zu Beginn des vierten Viertels keimt nochmals Hoffnung auf, denn Murati mit einem Notdreier und 2 Fehlwürfen von Rados verkürzt Wesby per Dreier auf 44:51. Dazu begeht Vujosevic sein 4. Foul, gleich danach auch Rados mit Foul am Offensivrebound das 4. Murati gelingt inside das 46:51 und nach einem Blazan-Steal laufen die Swans den nächsten Fastbreak. Murati versucht einen Fastbreakdreier, das geht leider daneben und mit diesem Fehlwurf ist leider die kurze Aufholjagd der Swans auch schon wieder zu Ende. Jamar, Oliver und Coffin bringen die Bulls wieder auf 56:46 weg, die Swans verfallen wieder in alte Fehlwurfmuster. Krämer mit einem Tipp-in und Coffin mit einem starken Move bauen auf 60:46 aus, das Spiel ist entschieden. Am Ende gibt’s noch den einen oder anderen Korb auf beiden Seiten, auch weil die Defense nun nicht mehr ganz so aufmerksam ist.

Fazit:
Die erste Halbzeit verlief so ausgeglichen wie die gesamte Serie. Dann unterlief den Swans ein völliger Einbruch, offensichtliche Müdigkeit und viele falsche Entscheidungen spielten den keineswegs unantastbaren Bulls voll in die Karten.
Mit insgesamt 31% Feldwurfquote, 42:37 Rebounds für die Bulls, 12:10 Turnover ebenfalls zugunsten der Bulls, so kann man wahrscheinlich kein Spiel gewinnen.
Offensiv war an diesem Abend eigentlich nur Murati in der Lage, Gefahr auszuüben, seine 24 Punkte trotz sehr aggressiver Defense waren sehr stark. Aber außer ihm konnte nur Blazan (vor der Pause) dagegenhalten, alle anderen Swans waren offensiv einfach nicht gut .

Punkte: Murati 24, Blazan, Klette je 7, Wesby 6, Friedrich 4, Gaidys 3, Rountree 2;

Für Kapfenberg: Stegnjaic 17 (11 Rebounds), Krämer 14, Jamar 9, Vujosevic, Rados je 8, Schrittwieser 6, Coffin 5, Oliver 2