Kapfenberg Bulls – Allianz Swans Gmunden 60:81 (20:16, 27:44, 49:65)
Spielviertel 1 Die Bulls starten überraschend mit N´Diaye ans Stelle von Kügerl und erwischen in Person von Nelson einen guten Start. Der versenkt einen Dreier, gleich drauf ist N´Diaye erfolgreich und als Schachtner nach 2 Minuten 30 auf 7:0 stellt, ist der Kaltstart der Swans den Temperaturen in der Halle angepasst. Mayes kann schließlich den Bann nach 3 Minuten brechen, aber Nelson feuert gleich seinen nächsten Dreier ab, stellt auf 10:2. Hütter hält mit dem ersten Swans-Dreier dagegen, aber Knabl baut auf 12:5 aus. Der bis dahin fehlerhafte Oppland stellt dann auf 12:7, Knabl nützt in der Folge ein Missmatch gegen Mayes zum 14:7. Als dann Oppland mit einem Fehlpass einen weiteren Bullen-Angriff ermöglicht, den Nelson mit seinem nächsten Dreier zum 17:7 abschließt, ist Feuer am Swans-Dach. Coach Fischer zieht mit einer Auszeit die Notbremse, macht deutlich, dass man endlich zu verteidigen beginnen muss. Hütter gelingt mit der Shotclock der nächste Dreier zum 17:10 und als Nelson endlich einmal verwirft (auch weil er erstmals eng verteidigt wird), Oppland sich am Offensivrebound durchsetzt, kann Stelzer auf 17:12 verkürzen. Die Bulls treffen nun nichts mehr, die Swans zwar im ersten Anlauf auch nichts, bleiben aber nach einem Reboundfehler der Bulls in Ballbesitz. Und diesen Angriff verwertet Murati mit dem nächsten Dreier zum 17:15, die Swans damit vollends zurück im Geschehen. Nelson kann zwar mit seinem 4. Dreier (bei ebenso vielen Versuchen) wieder auf 20:15 stellen, Oppland stellt per Freiwurf noch auf 20:16 und der letzte Bullen-Angriff endet mit einem Lanegger Fehlwurf.
Spielviertel 2 Kügerl wird erstmals zum Einsatz gebracht, aber den ersten Korb erzielt Stelzer für die Swans zum 20:18. Ein fragwürdiges Offensivfoul von Stelzer gibt Kapfenberg die Gelegenheit, erstmals inside über Kügerl zu gehen, der stellt auf 22:18. Gabsys lässt nun seinerseits den ersten Dreier flutschen, die Swans fangen den nächsten Bullen-Angriff ab, produzieren aber durch Gabsys einen argen Fehlpass. Coach Fischer nutzt dies wieder zu einem Großwechsel auf Seiten der Swans. Die Defense steht nun wirklich gut, zwingt Kapfenberg zu einer 24 Sekunden Übertretung. Aber nochmals unterläuft diesmal Hütter ein Turnover im Fastbreak, das sollte aber bis zur Pause die letzte fehlerhafte Szene der Swans bleiben. Josipovic kann zwar aus einem Einwurf nochmals relativ unbedrängt zum 24:21 scoren, dann ist aber Schluss mit lustig. Mayes trifft einen Dreier zum 24:24, die Swans-Defense zwingt Kapfenberg wieder zur 24 Sekunden Übertretung. Mayes trifft den nächsten Dreier zum 24:27 und auch der folgende Bulls-Angriff endet mit einem Turnover. Daraus schlägt wiederum Mayer inside perfekt Kapital und auch der nächste Bulls-Angriff endet mit einem Swans-Steal durch Mayes. Der vollendet mit dem dritten Dreier in knapp eineinhalb Minuten zum 32:24. Woschank kann dann den Swans-Run mit einem Dreipunktespiel stoppen, aber Oppland antwortet auf der Gegenseite mit einem ebensolchen. Nelson wird im nächsten Angriff zu einem schwierigen Wurf gezwungen, der trifft nicht, die Swans – Defense dominiert den Defensivrebound. Schöninger ist dann auch am Offensivrebound erfolgreich, abermals ist Oppland der finale Exekutor, die Swans führen erstmals mit 10. Und auch ein Timeout der Bulls ändert nichts an der sensationell guten Vorstellung der Swans. Denn Mayer gelingt inside ein perfekter Korb, Boylan blockt im Gegenzug Woschank und Schöninger feuert den nächsten Dreier zum 42:27 ab. Boylan setzt dann nach eigenem Steal per Fastbreak den Schlusspunkt hinter ein Viertel, das wohl besser nicht mehr gespielt werden kann. Bemerkenswert auch, dass die Refs das Spiel laufen ließen und nur 12 Fouls pfiffen, ohne damit unnötige Härte aufkommen zu lassen.
Spielviertel 3 Der erste Bullenagriff endet mit einem Defensivrebound von Mayer. Die Swans begehen zwar gleich einen Turnover, aber der nächste Bullenagriff endet wie der erste: Mit einem Defensivrebound von Mayer. Mayes setzt vorne sein Werk fort, stellt auf 46:27 und als Boylan nach einem zwischenzeitlichen Schachtner Fehlwurf easy auf 48:27 ausbaut, scheinen die Swans endgültig auf der Siegerstraße eingebogen. In den nächsten Minuten treffen beide Teams hochprozentig, Woschank per Dreier, Mayer mit Hookshut, Nelson weit, Woschank aus der Halbdistanz und Mayes mit seinem nächsten Dreier. Nelson scort dann trotz Defense zum 36:53, auf der Gegenseite 2 schwache Swans-Aktionen und erneut ist es der in dieser Phase wirklich starke Woschank, der mit 2 Körben auf 40:53 verkürzen kann. Nach einem Swans-Timeout wird’s wieder etwas geordneter, Stelzer stellt mit einem Dreier wieder auf 56:40. Und als wenig später Murati mit Ablauf der 24 Sekunden einen Dreier zum 60:43 versenkt, scheinen die Swans wieder gefestigt. Schachtner und Nelson können zwar mit 2 Dreiern nochmals etwas verkürzen, aber auch Gabsys scort mit einem ebensolchen im letzten Angriff, das Viertel verlieren die Swans dennoch mit –1.
Spielviertel 4 Oppland wühlt sich zweimal durch und kann nur durch Fouls gestoppt werden. Der Swans-Center trifft alle 4 Freiwürfe zum 69:49. Dann nochmals Turnover hüben wie drüben, ehe Mayes seinen nächsten Dreier versenkt – es steht bereits 72:51. Mayer geigt erneut inside, trifft zum 74:51, und als Hütter backdoor und Mayes mit seinem letzten Dreier auf 79:52 stellen, droht den Bulls ein echtes Debakel. Die Swans nehmen schon 5 Minuten vor Schluss bis auf Oppland die gesamte Starting-5 vom Feld, auch Splajt kommt noch zu einem längeren Einsatz. Oppland erzielt dann inside auch die letzten Swans-Punkte zum 81:53, ehe den Gmundnern in der Schlussphase nichts mehr gelingt, einige Würfe daneben gehen. Allerdings stehen da auch schon Janisch und Moschny am Parkett, während die Bulls bis zum Ende mit vielen ihrer Stars draufbleiben. Dadurch gelingt durch Woschank und Dugum noch Resultatskosmetik, mehr war es aber sicher nicht.
Fazit: Es war ab der 5. Minute eine perfekte Teamleistung, die die Swans da abrufen konnten. Das belegt auch die Statistik, denn da lagen die Gmundner mit Ausnahme des Freiwurfs praktisch überall voran: 61,5 zu 45 Prozent aus dem Feld, großartige 48 zu 33 Prozent vom Dreier, 32:23 Rebounds, 19:7 Assists, einzig 9 Turnover standen deren nur 7 der Bulls gegenüber.
Einzelkritik: Mayes: 22 Punkte in 20 Minuten, 6 von 8 Dreiern getroffen, 1 Rebound, 1 Steal und 1 Assist, DT war einmal mehr die herausragende Offensiverscheinung. Oppland: 15 Punkte, 6 Rebounds, 1 Steal, 1 Turnover. Nach schwachem Beginn steigerte er sich minütlich, um am Ende der effektivste Innenspieler am Parkett zu sein. Mayer: 8 Punkte, 6 Rebounds, 2 Turnover. Was für schöne Moves gelangen ihm da inside, stark auch am Defensivrebound. Hütter: 8 Punkte, 2 Assists, 1 Steal, 1 Block, 1 Turnover. Sehr gute und ambitionierte Vorstellung des Käptns. Stelzer: 7 Punkte, 1 Rebound, 1 Turnover. Ebenfalls sehr ideenreich und gut unterwegs. Murati: 6 Punkte, 3 Rebounds, 1 Assist, 1 Turnover. Kraftvolle 15 Minuten abgeliefert. Boylan: 6 Punkte, 11 Assists, 3 Rebounds, 1 Steal, 1 Block. Mannschaftsdienlich pur, dismal “nur” knapp 34 Minuten am Parkett. Gabsys: 6 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists, 1 Turnover. Gute Ergänzung, uneigennützig. Schöninger: 3 Punkte, 3 Rebounds, 1 Steal, 1 Turnover. Vom Dreier etwas glücklos. Splajt: 1 Rebound, etwas mehr als 5 Minuten im Einsatz. Janisch, Moschny in den beiden Schlussminuten eingesetzt.
Für Kapfenberg: Nelson 19, Woschank 15, Schachtner 7, N´Diaye 5, Knabl, Josipovic je 4, Dugum 3, Lanegger 1.
U-22 Kapfenberg – Gmunden 78:56 (43:21) Die Bulls setzten mit Dugum, N´Diaye und Lanegger gleich 3 ihrer Rotationsprofis ein, da hatten die diesmal nicht sehr treffsicheren Jungschwäne keine Chance. Punkte: Janisch 22, Neufeldt 12, Splajt 8, Scherrer, Frauscher, Gross je 4, Moschny 2. |