Play-Off Finale

  (1) Panthers : (2) Swans 2 : 3
 

80:79, 70:85, 68:65, 79:82, 68:76

Play-Off Semifinale

  (1) Panthers : (5) Lions 3 : 0
  100:79, 75:51, 88:71
  (2) Swans : (6) Bulls 3 : 0
  61:36, 71:64, 73:56

Play-Off Viertelfinale

  (1) Panthers : (8) Gunners 3 : 1
  83:81, 87:79, 96:100, 85:69
  (2) Swans : (7) UBC 3 : 0
  73:61, 81:65, 77:68
  (3) Dukes : (6) Bulls 2 : 3
  75:61, 53:59, 61:72, 82:60, 43:44
  (4) WBC : (5) Lions 2 : 3
  64:53, 67:80, 83:91, 69:62, 77:84

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Montag, den 26. Juli 2010 um 17:07 Uhr

Das letzte Mal, als wir über die Transferaktivitäten in der Sommerpause berichtet haben, ist mittlerweile länger als eine Woche her. In dieser Zeit ist einiges passiert. Die Redaktion der Allianz Swans hat für Euch die jüngsten Ereignisse notiert.

Erster Neuzugang in Graz!

Der UBSC Graz gibt die erste Neuverpflichtung bekannt: Der Slowene Dragan Miletic wechselt für ein Jahr in die steirische Landeshauptstadt. Der 28-jährige Shooting Guard spielte in der ABL zuvor bereits für Güssing und Fürstenfeld.

In der Saison 2007/08 erzielte Miletic für die Güssing Knights 19,8 Punkte pro Spiel.
"Dragan soll den Spielaufbau weiter stabilisieren und eine Vorbildwirkung für die jüngeren Spieler darstellen", heißt es in einer Aussendung der Grazer.


Korner zieht in den Norden

Wels Ex-Trainer Raoul Korner wechselt in die Niederlande. Der 36-Jährige unterschrieb einen Vertrag bei den Eiffel Towers Den Bosch, die den Allianz Swans Gmunden noch aus den Duellen im Europacup bekannt sind.

Die vertragliche Vereinbarung wurde für vorerst eine Saison mit Option auf zwei weitere Jahre getroffen. Den Bosch ist 14-facher Meister und fünffacher Cupsieger.

Die Niederlande sind Korners erste Trainerstation im Ausland. In der heimischen Bundesliga war der gebürtige Wiener ab 1999 für die BasketClubs Vienna  tätig und war damals im Alter von 25 Jahren mit Abstand der jüngste Head-Coach in der obersten Spielklasse. Später coachte Korner die Mattersburg 49ers, die Traiskirchen Lions sowie in den vergangenen fünf Saisonen den WBC Wels.

Korner gewann zweimal den Cup (2002 mit Mattersburg, vier Jahre später mit Wels) und holte als bisheriger Höhepunkt seiner Trainerlaufbahn im Jahr 2009 den Meistertitel nach Wels. Mit Den Bosch will Korner künftig noch mehr Erfolge feiner. Zuletzt verweilte er zur Beobachtung von Spielern in Las Vegas.

Mit einigen Akteuren von Den Boschs wird es wohl die ÖBV-Auswahl in der EM-Qualifikation am 17. August zu tun bekommen, wenn es auswärts gegen die Niederlande geht. Der Topclub stellt in der Regel mehrere Nationalspieler und ist einer der traditionsreichsten Klubs des Landes.

Den Bosch – eigentlich ’s-Hertogenbosch (deutsch: Herzogenbusch) genannt – liegt etwa 6 – 7 Meter über dem Meeresspiegel in einem Sumpfgebiet an der Dietze. Wir wünschen Raoul Korner bei seiner neuen Herausforderung alles Gute.


Pöcksteiner wechselt zum UBC

Der erste Neuzugang des UBC St. Pölten heißt Florian Pöcksteiner. Der U20-Nationalteamspieler kommt von den Basket Clubs Vienna. Pöcksteiner ist 18 Jahre jung und kann sowohl als Guard als auch als Flügel eingesetzt werden.

Im letzen Sommer nahm Pöcksteiner mit Österreich bei der U18-EM teil und scorte im Rahmen hiervon 5,4 Punkte pro Spiel. Der Jungspund kam in der abgelaufenen Bundesligasaison lediglich sporadisch zum Einsatz. In St. Pölten darf er auf wesentlich mehr Einsatzzeit spekulieren.

Der Name Pöcksteiner ist in St. Pölten übrigens auch insofern bekannt, als dass schon Florians Vater Anton in den 80er Jahren in der niederösterreichischen Landeshauptstadt spielte.

Neben diesem Neuzugang konnte die Pöltener eine weitere Vertragsverlängerung vermelden: Tomislav Gaspar unterzeichnete einen Vertrag für die Saison 2010/11. Der 2,01 Meter große Forward geht demnach mit St. Pölten in seine zweite Bundesligasaison. Davor spielte er bei den Oberwart Gunners, ehe er nach einer elendslangen Verletzungspause von rund einem Jahr nach St. Pölten wechselte.

“Ich mag die Art, wie hier gearbeitet wird, und deshalb war es für mich sehr schnell klar, dass ich hier bleibe. Nach einem schmerzfreien Jahr glaube ich, dass ich nächste Saison der Mannschaft noch mehr helfen kann“ freut sich der 27-Jährige offenbar auf das bevorstehende Jahr beim UBC:

Gaspar gilt als vorbildlicher Team-Player und ist außerordentlich guter Verteidiger. In seiner ersten Saison in St. Pölten hatte Gaspar bei 5,4 Punkten pro Spiel einer Zweierquote von 61,9 Prozent, womit er zu den zehn treffsichersten Akteuren Liga zählte.

Hubert Schreiner über den Verbleib seines Schützlings: „Ich freue mich, dass Tomislav ein weiteres Jahr beim UBC aufläuft. Mit seinem ausgezeichneten Kampfgeist und als exzellenter Verteidiger passt er wunderbar in die Mannschaft.“

Diese Vertragsverlängerung ist die vierte Weiterverpflichtung des UBC St. Pölten, womit der Kader für die kommende Saison bereits konkrete Formen angenommen hat. Vor ihm konnten bereits Richard Poiger, Andi Worenz und David Jandl gehalten werden. Mit den jungen Talenten Nizar Kapic, Alexander Oblak, Toni Blazan und Adam Hammerschmidt sowie Neuzugang Florian Pöcksteiner stehen bereits neun Spieler im Kader der Bundesligamannschaft. Weiterhin offen ist die Zukunft von Trainersohn Thomas Schreiner und Kapitän Martin Speiser.


Danek bleibt ein Lion

Benedikt Danek bleibt den Traiskirchen Lions auf der „1er“-Position erhalten. Der Nationalspieler verlängerte kürzlich  seinen Vertrag mit den Niederösterreichern um ein Jahr. Er ist die unumstrittene Nummer eins auf der Point-Guard-Position.

Danek ist einer stärksten heimischen Akteure in der Admiral Basketball Bundesliga und war schon im letzten Jahr der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Traiskirchner.
Er gilt als Wunschspieler von Coach Andrea Maghelli und spielte in der letzten Saison rund 35 Minuten pro Match. Dabei erzielte er durchschnittlich 8,1 Punkte und mit 5,1 Assists pro Spiel war er der viertbeste Passgeber der Vorsaison.

Als sein Back-up wurde Daniel Friedrich verpflichtet. Der U18-Nationalspieler kommt von den BasketClubs zu den Lions. Im Vorjahr kam Friedrich zu elf Bundesligaeinsätzen, bei denen er im Schnitt rund sechs Minuten am Feld stand.

Daniel Friedrich: "Ich war vom Konzept der Arkadia Traiskirchen Lions begeistert und habe das große Interesse der Vereinsführung an meiner Person gespürt. Trainer und Mannschaft passen, deshalb hab ich mich für die Lions entschieden. Mein Ziel ist es vordergründig der Mannschaft zu helfen, um an die vergangenen Erfolge anknüpfen zu können. Ich hoffe, mich in der Bundesligamannschaft durchsetzen zu können, um bereits in diesem Jahr Spielminuten in der ABL zu erhalten."

Ebenfalls neu in Traiskirchen ist Gregor Wilk, der von Baden innerhalb Niederösterreichs übersiedelte. Er ist ebenfalls ein junger, talentierter Guard, der behutsam an die Bundesligamannschaft herangeführt werden soll und im erweiterten Kader steht. Wie Nico Teleu, der seinen Vertrag verlängerte, soll Wilk vorwiegend in der U22 zum Einsatz kommen und auch in der neu formierten 2. Bundesligamannschaft Spielpraxis sammeln. Tobias Stadelmann hingegen ist mittlerweile zu alt für die U22 und wurde deshalb zum Kooperationsverein Mödling Baden transferiert, um dort in der zweithöchsten Spielklasse zum Einsatz zu kommen.

Nicht mehr im Kader bei den Arkadia Traiskirchen Lions steht Markus Pinezich. Sein Vertrag wurde in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst.


Diwald verlässt die Dukes

Die vergangene Saison verlief für Andreas Diwald nicht nach Wunsch: „Ich freue mich für das Team – wir haben einen super Grunddurchgang hingelegt. Aber für mich persönlich war es nicht so glorreich“, gibt der 28-Jährige zu verstehen.

Diwalds verkorkste Saison hatte seinen Ursprung in der Vorbereitung. Eine langwierige Krankheit kostete dem wieselflinken Guard viel Substanz und er konnte sich daraufhin nie so richtig ins Team kämpfen: „Für mich gab es plötzlich keine richtige Rolle mehr“ verrät der 1,86 m große Aufbauspieler in einem Gespräch mit den NÖN.

Neben Nagler, Bobb und Creddle rutsche mittlerweile der deutlich jüngere Lukas Sallomon in der Rotation auf den Außenpositionen vor den scheidenden Publikumsliebling.
17 Jahre war er insgesamt beim Verein. Zehn Saisonen spielte er mit Klosterneuburg in der Bundesliga. Im Jahr 2003 nahm Diwald am All Star Rookie Game teil, im Jahr 2008 wurde er schließlich ins All Star Team gewählt. Nun wolle er sich vom Profisport zurückziehen, vorläufig zumindest, den er möchte sein Studium beenden und seine berufliche Zukunft in die richtigen Bahnen lenken.

Zum Stand der Kaderplanung in Klosterneuburg:

Nachdem ein Großteil der Mannschaft für nächste Saison steht, der Kern um Nagler, Suljanovic, Moric, Bobb und Sallomon bleibt in Klosterneuburg erhalten, ist im Wesentlichen nur mehr eine Position vakant: Die des Point-Guards.

Ob man „Turbo“ Melvin Creddle wieder im Dukes-Dress sehen wird oder vielleicht sogar ein namhafter Neuzugang präsentiert wird, ist noch ungewiss und hängt in erster Linie vom Geld ab. „Wir führen einige Sponsorengespräche. Erst wenn das fixiert ist, wissen wir, welchen Spielraum wir für diese Personalie haben“, erklärte unlängst Head-Coach Werner Sallomon die aktuelle Situation.


Seitenblick – Schiedsrichter-Workshop bei der U20-EM

Bekanntlich fallen auch Schiedsrichter in der Bundesligapause in keinen Sommerschlaf. Im Gegenteil: Als weiterer Programmpunkt des Aktivitätsprogramms für die Schiedsrichter der ABL fand im Rahmen der U20-EM ein Workshop unter der Leitung von Uli Sledz statt.

Sledz ist FIBA Ref Instructor und stammt aus Langen in Deutschland. Als Spieler war er unter anderem bei Aschaffenburg, Nördlingen, Wolfenbüttel, Charlottenburg und der Universität von Seattle/Washington aktiv. Während seiner Zeit in Wolfenbüttel und Charlottenburg war Sledz aktueller Nationalspieler des deutschen Basketball-Nationalteams. Verletzungsbedingt musste Sledz seine Spielerlaufbahn leider vorzeitig beenden. Dennoch wollte er dem Basketballsport verbunden bleiben und der hessische Basketballverband ermöglichte ihm schließlich mit der Vergabe der C-Lizenz im Jahr 1989 den Quereinstieg in seine Schiedsrichterlaufbahn.

Das Ziel des Workshops war, einheitliche Regelinterpretationen für die nächste Saison zu erarbeiten und die Erfahrungen mit dem Schiedsrichter-Coaching zu reflektieren.

Trotz der starken Hitze sei intensiv gearbeitet worden, wurde seitens des ÖBVs berichtet. Nach der Tagung mit intensivem Videostudium wurde bei einer Matchbeobachtung die Praxis kontemplativ und eindringlich studiert.